Hamed Abdel-Samad

Hamed Abdel-Samad (Jahrgang 1972) ist ein deutsch-ägyptischer Politikwissenschaftler und Autor der bewegenden, persönlichen Bücher „Mein Abschied vom Himmel“ und „Krieg oder Frieden“. Abdel-Samad wuchs als Sohn eines sunnitischen Imams in Gizeh auf. Im Alter von 23 Jahren kam er nach Deutschland und heiratete eine Lehrerin. Er studierte in Kairo und Augsburg Englisch, Französisch und Politik und arbeitete anschließend als Politikwissenschaftler. Einige Jahre lebte Hamed Abdel-Samad auch in Japan, wo er sich – als Kontrast zur muslimischen Religion seines Vaters – mit dem Shintoismus und dem Buddhismus auseinandersetzte. Bis 2009 lehrte und forschte er am Institut für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität in München. Seine intensive Beschäftigung mit der eigenen aber auch mit fremden Religionen spiegelt sich auch in seinen Büchern wieder. In seinem Debüt-Werk „Mein Abschied vom Himmel“, in dem sich Abdel-Samad auch intensiv mit seiner Kindheit und seiner Mitgliedschaft in einer radikalen Muslimbruderschaft auseinandersetzt, erforscht er auch das Phänomen der Angst vor dem Islam in Deutschland und kommt zu der Erkenntnis, dass die Politik der Zurückhaltung der bundesdeutschen Regierung eine Mitschuld an den Ressentiments der Bevölkerung trägt. Auf Anfrage des Bundesinnenministers Thomas de Maizière nahm Hamed Abdel-Samad 2007 an der 2. Deutschen Islamkonferenz teil. Während der Revolution in Ägypten reiste Abdel-Samad in seine Heimat und unterstützte die Protestierenden. Immer wieder wird er als Experte in Talkshows eingeladen, um zum Islam in Deutschland Stellung zu beziehen. 2011 erschien sein zweites Buch, „Krieg oder Frieden“, in dem er sich intensiv mit den Umstürzen in der arabischen Welt beschäftigt.

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