Ken Adam

Der 1921 in Berlin als Klaus Hugo Adam geborene Ken Adam emigrierte mit seinen Eltern 1934 nach England und studierte 1938 bis 1940 Architektur an der „Bartlett School of Architecture“ am University College in London. Im Zweiten Weltkrieg flog Adam als Freiwilliger Einsätze für die Britische Luftwaffe gegen Nazi-Deutschland.

Seit den 1950er Jahren arbeitete er als Filmarchitekt und Designer – unter anderem für Stanley Kubrick und insgesamt sieben James Bond-Produktionen. Für seine Arbeit – er war bei über 70 Filmen für das Szenenbild verantwortlich – erhielt er viele Auszeichnungen, wie etwa zwei Oscars und drei Oscar-Nominierungen in der Kategorie Ausstattung sowie den „Lifetime Achievement Award“ der „Art Directors Guild“. Königin Elizabeth II. verlieh Ken Adam 1995 den Verdienstorden „Order of the British Empire“.

Einige seiner spektakulären, die Realität stets hinter sich lassenden Entwürfe haben Filmgeschichte geschrieben, wie etwa der „The War Room“ aus „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“. Für die Bond-Filme, wie „007 jagt Dr. No“, „Der Spion, der mich liebte“, „Diamantenfieber“ oder „Moonraker“, erschuf Ken Adam immer phantastischere Filmarchitekturen: Kommandozentralen, künstliche Vulkankrater, Supertanker, eine Raumstation, Gefängnisverliese, Abschussrampen und glamouröse Luxusinterieurs. Was überrascht: Die aufwändigen Filmarchitekturen entstanden früher zu einem Bruchteil der heutigen Kosten: Der erste Bond-Film „007 jagt Dr. No“ aus dem Jahr 1962 kostete gerade mal eine Million Dollar.

„Die Filmsets von Ken Adam haben meine Vorstellungskraft ganz entscheidend entfacht“, so der Architekt Daniel Libeskind. „Nicht, dass ich sagen würde ‚Ich baue jetzt das Set von James Bond nach … Aber die Welt von Ken Adam hat meine Erwartungen an Raum, Licht und Farbe in der Architektur ganz einfach auf ein anderes Niveau erhoben.“

Sein künstlerisches Werk ist heute im Besitz der Deutschen Kinemathek in Berlin und ab Sommer 2015 in einem Online-Bestandskatalog zugänglich. Die Sammlung besteht aus etwa 4.000 Skizzen, Fotoalben, Storyboards, Motivfotos, Erinnerungsstücken, Orden, Ausweispapieren und filmischen Auszeichnungen. Im Jahr 2014 und 2015 war die Ausstellung „Bigger than Life. Ken Adam's Filmdesign“ in der Deutschen Kinemathek zu sehen, die von einem Buch begleitet wurde, das Adam Werk umfassend vorstellt: „Bigger Than Life: Ken Adam’s Film Design“.

 

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