Harro Albrecht

Harro Albrecht hat sich intensiv mit dem Thema Schmerz beschäftigt. (c) Max RaunerHarro Albrecht (Jahrgang 1961) ist ein deutscher Arzt und Wissenschaftsjournalist, der sich für sein Buch „Schmerz: Eine Befreiungsgeschichte“ ausführlich mit dem Thema Schmerz beschäftigt hat. Dabei hat der ehemalige Wissenschaftsredakteur des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL erkannt, dass Schmerz weit mehr als nur eine körperliche Empfindung ist. Schmerz hat, so Harro Albrecht, auch eine gesellschaftliche Dimension und erzählt von unserem Geist-Körper-Verhältnis ebenso wie von kulturellen Prägungen und religiösen Wertorientierungen. Zu dieser Erkenntnis kam Albrecht in seinen Interviews und ausführlichen Gesprächen mit Medizinern und Naturwissenschaftlern, mit Geisteswissenschaftlern, Leidenden und Hoffenden aber auch mit lustvollen Schmerzgenießern und jenen, die fast jede Hoffnung verloren haben. So entstand das Buch „Schmerz: Eine Befreiungsgeschichte“, in dem Harro Albrecht seine Leser in die rätselhafte Welt des Schmerzes entführt und einen ganz neuen Blick auf das Phänomen erlaubt.

Albrecht studierte mit einem Stipendiat der Nieman Foundation Public Health an der Harvard University und reiste zu Recherchezwecken unter anderem nach Afrika und Indien. Nach seiner Anstellung beim SPIEGEL wechselte Albrecht zur Wochenzeitung DIE ZEIT, wo er seit mehr als 15 Jahren die Stelle als Medizinredakteur innehat. Seine Auseinandersetzung mit dem Thema Schmerz hat eine weitaus größere Dimension, als man zunächst annehmen könnte. Denn Schmerz ist kein rein neurobiologisches Ereignis, das mit den Methoden der Naturwissenschaft vollständig erklärbar ist. Erst indem man ihn in Zusammenhang mit psychologischen und sozialen Komponenten bringt, könne man ihn vollends verstehen. Wenn man das tut, wird aber klar, dass es nicht reicht, den Schmerz als körperliches Symptom zu bekämpfen, um ihn zu lindern. Es ist auch notwendig, das soziale Umfeld des Patienten zu untersuchen und zu ergründen, was Schmerz für ihn bedeutet, wenn man ihn erfolgreich therapieren will.

Harro Albrechts Botschaft: Die Medizin allein kann es nicht richten. Er sieht die Antworten vielmehr jenseits unseres Gesundheitssystems und glaubt, dass die Lösung in der Geselligkeit und in der Gesellschaft zu finden ist. All das und noch viel mehr erläutert Albrecht auf den 600 sehr unterhaltsamen und überaus informativen Seiten seines Buches „Schmerz: Eine Befreiungsgeschichte“.

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