Eben Alexander

Eben Alexander schrieb über seine Nahtoderfahrung ein Buch.Eben Alexander (Jahrgang 1953) ist eigentlich der letzte Mensch, von dem man einen Bericht über ein Engelswesen erwarten würde, das einen nach dem Tod durch eine Welt ohne Raum und Zeit führt, doch der renommierte Neurochirurg aus den USA hat mit seinem Buch „Blick in die Ewigkeit“ einen bislang einzigartigen wissenschaftlichen Einblick in das Leben nach dem Leben geben können. In Folge einer bei Erwachsenen sehr seltenen Form der Hirnhautentzündung fiel Eben Alexander ins Koma und kam dem Tod so nah wie nur wenige Menschen, die anschließend davon berichten konnten. Was Alexander aber von den meisten dieser Menschen unterscheidet, ist sein wissenschaftlicher Blick auf das Erlebte. Vielen seiner Leser gilt er gar als lebender Beweis dafür, dass das, was die christliche Mythologie – die Mythologie im Allgemeinen – behauptet, tatsächlich wahr ist. Das Erscheinen seines Buches, das in den USA den Titel „Proof of Heaven“ trägt, löste in Alexanders Heimatland eine wahre Flut an christlichen Reiseberichten ins Jenseits aus. Das Leben nach dem Tod ist ein Thema, das die Menschen seit jeher beschäftigt. Wenn nun Menschen zurückkehren, um davon zu berichten, wie es tatsächlich aussieht, wenn das irdische Leben zu Ende geht, dann fesselt das die Leserschaft. Nicht nur stand Eben Alexander mit seinem Buch wochenlang in den Bestseller-Listen, er gab auch vielen Menschen Mut, von ähnlichen Erfahrungen zu berichten. Eben Alexander ist dabei kein esoterischer Träumer, sondern eigentlich durch und durch Mediziner. Er studierte an der Phillips Exeter Academy, an der University of North Carolina in Chapel Hill und an der Duke University School of Medicine. Später sollte er selbst an der Duke, in Harvard und an vielen anderen angesehenen Instituten Medizin unterrichten. 2008 dann die Diagnose: Eben Alexander litt unter einer sehr seltenen Form der Hirnhautentzündung (Meningitis) und fiel in der Folge 7 Tage ins Koma. Es war unwahrscheinlich, dass er je wieder daraus erwachen würde; der Arzt bescheinigte ihm eine „Mortalität von über 97 %“. Eben Alexander, der immer geglaubt hatte, Nahtoderfahrungen seien reine Hirngespinste, erlebte nun hautnah, was er bislang nur aus Berichten kannte. In seinem Buch „Blick in die Ewigkeit“ erinnert er sich an eine stinkende, dunkle Unterwelt, auf die sich ein rundum weißgoldenes Licht herabsenkte, das die Finsternis zunächst zerfaserte und dann ganz verschwinden ließ. An den Strahlen dieses Lichts wanderte Alexander in eine Welt hinauf, in der es Blumen, lachende Menschen, Schmetterlinge und einen engelhaften Begleiter an seiner Seite gab. Alles sah genauso aus, wie ein Kind den Himmel malen würde: „groß, plüschig, rosa-weiß und hoben sich deutlich ab vom tiefen dunkelblauen Himmel". Er hatte sogar Gelegenheit, mit Gott zu kommunizieren, einem allwissenden, allmächtigen und bedingungslos liebenden Gott, dem er den Ton „Om“ zuordnet. Als Eben Alexander aus dem Koma erwachte, konnte er das, was er immer wieder von Patienten gehört hatte, nicht mehr als Unfug abtun. Er schreibt: „Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass der Tod des Körpers und des Hirns nicht das Ende des Bewusstseins sind, dass der Mensch Erfahrungen macht über den Tod hinaus.“ Hätte sich Eben Alexander vorher als einen „O- und W-Christ“ bezeichnet, also einen, der nur an Ostern und Weihnachten in die Kirche geht, so konnte er nach diesem religiösen Erweckungserlebnis nicht mehr leugnen, dass Wunder möglich sind. Nicht einmal die von allen Medizinern prognostizierte Schädigung des Hirns durch die schwere Krankheit trat ein. Da fällt es schwer, nicht an eine höhere Macht zu glauben. Auch Eben Alexander glaubt nicht mehr länger, dass Nahtoterfahrungen ein Trick des komatösen Gehirns sind. Weil sein Gehirn keine messbare Aktivität mehr gezeigt habe, könne seine Erinnerung auch nicht auf Fehlfunktionen seines träumenden Unterbewusstseins zurückgeführt werden. Und Alexander muss es wissen - schließlich ist er Hirnspezialist.

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