Paul Allen

Paul Allen (Jahrgang 1953) wird wohl vor allem wegen einem in die Geschichte eingehen: Als Mitbegründer von Microsoft brachte er die digitale Revolution ins Rollen und bereitete die Grundlagen für die Welt, wie wir sie heute kennen. Laut Forbes Magazine gehört Allen mit einem Gesamtvermögen von 14,2 Millionen US-Dollar zu den 50 reichsten Menschen der Welt, wobei Experten schätzen, dass er zwischen 1975 und 2007 insgesamt 12 Milliarden Dollar in die Vernetzung der Welt investiert hat. In seiner Autobiographie „Idea Man“ erzählt Paul Allen jedoch nicht nur von dieser bahnbrechenden Entwicklung sondern auch von den vielen anderen Ideen, die er seitdem unterstützt und gefördert hat. Paul Allen ist eben wirklich ein Mann der Ideen und Innovationen. Paul Allen stammt aus Seattle, Washington, und lernte dort, an einer prestigeträchtigen Privatschule, Bill Gates kennen. Die beiden Jungen vereinte die Begeisterung für Computer und experimentierten schon früh mit allem, was sie in die Finger bekommen konnten. Um sich intensiver mit der Technik zu beschäftigen, gaben Gates und Allen Studenten kostenlose Hilfe bei der Benutzung von Computern. Nach der Schule besuchte Paul Allen die Washington State University, brach das Studium jedoch nach zwei Jahren ab, um sich dem Schreiben einer kommerziellen Software für die gerade neu entwickelten Personal Computer zu widmen. Zur Vermarktung dieser Software gründete er mit Bill Gates ein erstes eigenes Unternehmen, das sich darauf spezialisierte Software für Verkehrszählungen zu entwickeln. Nach einer kurzen Tätigkeit als Programmierer beim Transport- und Rüstungsunternehmen Honeywell, überzeugte Paul Allen Bill Gates davon, sein Studium am Harvard College abzubrechen und mit ihm das Unternehmen Microsoft zu gründen. 1975 nahm die Firma, die damals noch Mirco-Soft hieß, die Tätigkeit auf und brachte 1980 ein ein Betriebssystem namens QDOS, das damals zu einem astronomischen Preis von 50.000 Dollar verkauft wurde. 1983 verließ Paul Allen Microsoft, weil bei ihm Morbus Hodgkin diagnostiziert wurde, blieb aber bis 2000 noch Mitglied im Aufsichtsrat des Unternehmens und dessen strategischer Berater. Nach seinem Ausscheiden aus Microsoft beteiligte sich Paul Allen an ca. 140 Unternehmen in der IT-Branche und trug mit seinen Investitionen maßgeblich dazu bei, die Entwicklung und Verschmelzung von Computer, Heimunterhaltung, Fernsehen und Internet voranzutreiben. Doch sein Interesse ist nicht auf die Informations- und Kommunikationsbranche beschränkt. 2004 gab Paul Allen bekannt, dass er alleiniger Inverstor des SpaceShipOne war, das den ersten privaten, bemannten Flug ins Weltall ermöglichte, der am 21. Juni 2004 absolviert wurde. Seine Firma Stratolaunch System plant außerdem das größte Flugzeug der Welt zu bauen. Darüber hinaus engagiert sich Paul Allen für die medizinische sowie wissenschaftliche und technologische Entwicklung, unterstützt die Hirnforschung und die Erforschung von Prostatakrankheiten, verwaltet den Nachlass von Jimi Hendrix, sammelt hochkarätige Gemälde (u.a. Vincent van Gogh, Claude Monet, Paul Cézanne) und besitzt zwei US-Profisportteams. Paul Allen ist eben ein Mann mit vielen Ideen und Interessen, ein Mann, der die Mittel hat, die Welt zu verändern und der sie auch einsetzt. All das können Sie in seiner Biographie „Idea Man: Die Autobiographie des Microsoft-Mitbegründers“ von Paul Allen nachlesen.

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