Max Barry

Max Barry (Jahrgang 1973) ist ein australischer Schriftsteller, der unverschämte und mutige Romane mit gesellschaftskritischem Charakter schreibt. Bevor er zur Schriftstellerei kam, arbeitete Barry als Fachhhändler für Computer der Marke Hewlett-Packard. Doch schon währenddessen schrieb er an seinem ersten Roman. „Syrup“ erschien 1999 unter dem Namen Maxx Barry. 2003 folgte seine Satire „Logoland“, in der es um eine von einem Großkonzern beherrschte Welt geht. In diesem Zusammenhang entwickelte Max Barry auch das Computerspiel „NationStates“, das einen Staat simuliert und es den Spielern erlaubt, politische Entscheidungen für ihr individuelles Land zu treffen. Dahinter verbirgt sich die Absicht, den Spielenden zu vermitteln, dass es keine absoluten, vollkommenen Absichten gibt und das alles relativ und an der Situation gemessen entschieden werden muss. Auch in seinem darauf folgenden Roman, der Satire „Chefsache“, in der es wiederum um Großunternehmen geht, äußert sich Max Barry mutig und unverfroren. Inzwischen hat sich George Clooney die Filmrechte an „Logoland“ gesichert, sodass damit zu rechnen ist, dass er der Roman verfilmt werden wird. 2012 erschien Barrys Roman „Maschinenmann“, in dem der Autor die Frage nach den Grenzen körperlicher Perfektion stellt und provokant von einem Wissenschaftler erzählt, der sich nach und nach in eine Maschine verwandelt. Der Australier ist ein großer Nutzer der neuen Medien, hat seinen Roman "Maschinenmann" vor dem Druck wie einen Fortsetzungsroman kostenlos auf seinem Weblog veröffentlicht (eine Seite pro Tag). Max Barry lebt mit seiner Frau und den seinen Töchtern in Melbourne und arbeitet gerade an einem Roman über eine Welt, in der Worte töten können.

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