Lydia Benecke

Lydia Benecke ist fasziniert von der Psychologie des Bösen. © Olivier FavreLydia Benecke (Jahrgang 1982) hat sich als Kriminalpsychologin ganz der Psychologie des Bösen und der menschlichen Abgründe verschrieben. Schon in ihrer Schulzeit interessierte sie sich so sehr für Psychologie, dass sie neben den klassischen Unterrichtsfächern noch einen Volkshochschulkurs in Psychologie belegte und ihre unterrichtsfreie Zeit damit verbrachte, als freie Mitarbeiterin bei einem Psychologischen Psychotherapeuten zu arbeiten. Die Liebe zu diesem Fach ist ihr bis heute geblieben. Lydia Benecke studierte – wie hätte es auch anders sein sollen - Psychologie, Psychopathologie  und Forensik in Bochum und beendete ihr Studium mit einer Arbeit über das Persönlichkeitskonstrukt  "Experience Seeking" bei Sadomasochisten.

Das Thema hat Benecke im übertragenen Sinne gefesselt und bis heute nicht mehr losgelassen. Ihre Themenschwerpunkte sind neben Trauma- und Persönlichkeitsstörungen vor allem abergläubische Überzeugungen, Subkulturen, Sekten und die Paraphilie. Unter Paraphilie versteht man sexuelle Fantasien, Bedürfnisse oder Verhaltensweisen, die sich auf unbelebte Objekte, Schmerz, Demütigung oder nicht einverständnisfähige Personen wie Kinder beziehen. Vor allem das Thema BDSM (Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism) beschäftigt Lydia Benecke in ihrer Arbeit als Autorin, Kolumnistin und Kriminalpsychologin. Sie schreibt unter anderem regelmäßig Kolumnen für das deutschsprachige BDSM-Magazin „Schlagzeilen“.

Gemeinsam mit ihrem damaligen Mann, dem bekannten Kriminalbiologen Mark Benecke, schrieb sie mehrere Bücher. Aufsehen erregte das Paar 2011 mit dem Buch „Aus der Dunkelkammer des Bösen“, in dem Lydia Benecke das umfassende psychologische Profil des kolumbianischen Serienmörders Luis Alfredo Garavito Cubillos vorlegte. 2013 erschien das von ihr erstellte psychologische Profil des historischen Serienmörders und Kannibalen Karl Denke in dem Buch „Historische Serienmörder III: Karl Denke – Der Kannibale von Münsterberg: Ein deutscher Serienmörder“ von Armin Rütters. Seit 2013 hat Lydia Benecke auch zwei Bücher als alleinige Autorin veröffentlicht: „Auf dünnem Eis. Die Psychologie des Bösen“ und „Sadisten. Tödliche Liebe – Geschichten aus dem wahren Leben“.  „Auf dünnem Eis“ schaffte es sehr schnell auf die Bestsellerlisten von SPIEGEL und Co. und auch Beneckes zweites Buch erhielt eine Bestseller-Platzierung.

In „Auf dünnem Eis. Die Psychologie des Bösen“ geht sie der Frage nach, warum manche Menschen grausame Verbrechen begehen, unschuldige Kinder ermorden, Frauen vergewaltigen und wahllos Opfer zu Tode prügeln. Lydia Benecke will wissen, ob diese Menschen „böse“ geboren werden, oder ob das „böse“ sein eine bewusste Entscheidung ist, der sie anschließend ein Leben lang treu bleiben. Unerschrocken schaut sie im Gespräch mit Kindermördern, Vergewaltigern und Psychopathen in die menschlichen Abgründe. In „Sadisten: Tödliche Liebe“ setzt Lydia Benecke dann noch eins drauf: Hier wirft sie einen Blick auf Menschen, deren Taten alle Grenzen sprengen und deren Fantasien sich in unvorstellbare Grausamkeit äußern. Deutlich merkt man dem Buch an, dass sie - als Gefängnispsychologin und Ermittlungsberaterin – sehr nah an Tätern und Opfern dran ist und so dunkle Orte der menschlichen Seele freizulegen versteht, die sonst besser verborgen bleiben.

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