Nichole Bernier

Als die Journalistin Nichole Bernier ihren ersten Roman „Wolkentänzerin“ schrieb, da trieb sie eine Idee an, die sie auf ihrer Website so beschreibt: „Bevor es Blogs gab, gab es Tagebücher. In ihnen schrieben wir, als die, die wir waren, und nicht als die, als die wir gesehen werden wollten. Aber irgendwann kommt der Tag, an dem das Tagebuch uns überlebt. Und mit ihm auch unsere Geheimnisse.“ Das ist es, was in „Wolkentänzerin“ geschieht. Nichole Bernier erzählt darin die Geschichte einer Freundschaft, eine Geschichte von Mutterschaft, von Selbstaufgabe und Hingabe. Kate erbt eine Truhe voller Tagebücher ihrer besten Freundin Elizabeth Martin, die bei einem Flugzeugabsturz kurz vor dem 11. September 2001 umkam. Für Kate ist danach nichts mehr so, wie es einmal war und sie kämpft seither gegen panische Angst-Attacken. In ihren Tagebüchern erfährt Kate, dass auch Elizabeth vor der Unberechenbarkeit des Lebens Angst hatte, dass sie aber noch viel mehr Geheimnisse mit sich herumtrug, als Kate je geahnt hätte. Nichole Bernier verstand es dabei hervorragend, das Tagebuch als Stilmittel in den Roman einzubinden, was ihn unter anderem auf die Shortlist für den New England Booksellers Fiction Award brachte. Bevor sie ihren Roman schrieb, arbeitete Nichole Bernier 14 Jahre lang für Conde Nast Traveler, schrieb Artikel und Kolumnen und war mitunter auch im Fernsehen zu sehen. Dafür hatte sie ein Journalistik-Studium an der Columbia University Graduate School of Journalism hinter sich gebracht und unter anderem für Psychology Today, Elle, Self, Health, Men's Journal, Salon, The Millions und das Post Road Literary Magazine geschrieben. Heute lebt Bernier mit ihrer Familie in Boston und ist dort Senior Editor beim Boston Magazine. Bekanntheit erlangte sie vor allem durch ihren investigativen Artikel über Umweltgifte in den Vororten von Boston, der mit dem City and Regional Magazine Award ausgezeichnet wurde. Ihre Leser warten nun gespannt auf den zweiten Roman von Nichole Bernier.

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