Marc Bielefeld

Marc Bielefeld (Jahrgang 1966) ist ein Mann, wie ihn das Meer formt: Ein bisschen erinnert er mit seinem Dreitagebart und dem weißen Haar an den klassischen raubeinigen Kapitän aus Abenteuerromanen. Er ist einer von denen, die raue See nicht ans Ufer kettet, die sich Wind und Wellen stellen – und die das Meer glücklich macht. In Hamburg aufgewachsen, hatte Marc Bielefeld schon immer einen engen Bezug zum Meer. Seit mehr als 20 Jahren ist er Windsurfer und besegelt auf seinem Holzboot die Meere. Das Boot ist für ihn der beste Ort zum Schreiben. Er nennt es sein „schwimmendes Kloster“. Es ist sein Stückchen Himmel, seine persönliche Freiheit. Hier entstehen die meisten Artikel, die Bielefeld unter anderem für den Stern, Die Zeit, das Lufthansa-Magazin, die Süddeutsche Zeitung, mare, Merian, Best Life und die Frankfurter Sonntagszeitung schreibt. Das Reisen lag ihm schon immer im Blut: Nach der Schule ging Marc Bielefeld zunächst für einige Zeit nach Paris. Anschließend studierte er in Washington D.C. als einziger Weißer an einer schwarzen Hochschule. Zurück in Hamburg arbeitete er als Werbetexter. Für seine Reportagen reist Bielefeld um die ganze Welt und lässt kein Abenteuer aus. In „Sturzflug mit Krokodil“ (2011) hat er die besten Reportagen zu einer humorvollen, kurzweiligen Sammlung zusammengestellt, die garantiert Fernweh weckt. Gleiches gilt auch für sein Buch „Wer Meer hat, braucht weniger“, seiner ganz persönlichen Liebeserklärung an das Meer, das ihm die Freiheit schenkt. Das Buch mit dem Untertitel „Über den Rückzug auf ein altes Segelboot“ erzählt von Bielefelds aufregenden Erkundungstouren an den Küsten von Deutschland, Dänemark und Schweden, von Irland und Schottland, und von den Begegnungen mit den Menschen, die am, vom und mit dem Meer leben. So ist nicht nur ein Sehnsuchtsbuch entstanden, sondern auch ein Buch über das, was das Meer den Menschen lehren kann. So urteilte zum Beispiel Alex Dengler in seiner Kolumne: „Ein Buch, das mehr bringt als eine Therapiesitzung bei einem Psychologen.“ Dem Zauber des entschleunigten Lebens auf dem Wasser kann sich auf jeden Fall kein Leser entziehen.

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