Enid Blyton

Enid Blyton (1897 – 1968), die Autorin der „Fünf Freunde“- Romane, war eine der beliebtesten und bekanntesten englischen Autorinnen überhaupt. Ihr Einfluss auf das Genre des Kinderbuchs kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden: Über 750 Bücher hat Blyton in ihrem Leben geschrieben, dazu viele Lieder, Gedichte und Theaterstücke. Mit über 600 Millionen verkauften Exemplaren in mehr als 100 verschiedenen Sprachen ist Enid Blyton eine der kommerziell erfolgreichsten Autorinnen des Genres. Besondere Merkmale der Bücher von Enid Blyton war die Unterschrift auf den Büchern und die Bilder auf der Rückseite, die Buchläden dazu veranlassten, ihre Bücher gern im Schaufenster auszustellen. Blyton war außerdem die erste Kinderbuch-Autorin, die die Illustrationen für ihre Werke selbst auswählte. Schon in der Schule hatte die aus dem Großraum London stammende Autorin eine besondere Begabung für das Schreiben gezeigt. Ihre Schule, die St. Christopher School in Beckenham wurde später zum Vorbild der Internate in vielen ihrer Bücher, darunter auch zum Mädcheninternat St. Claire (in der deutschen Version „Lindenhof“) aus den Hanni & Nanni-Romanen.  Auch wenn Enid Blyton mit 18 Jahren eine Ausbildung zur Lehrerin begann, galt ihre ganze Leidenschaft dem Schreiben. Ihr erstes Buch veröffentlichte sie 1922: „Kindergeflüster“. Schon zwei Jahre später gab Blyton den Lehrerberuf auf, um sich ganz dem Schreiben widmen zu können. Mit „Die Insel der Abenteuer“ begann Enid Blyton 1938 ihre erste Jugendbuchreihe. Die meisten ihrer bekannten Bücher entstanden in den 1940er und 50er Jahren, darunter auch die erfolgreiche Noddy-Serie, die Hanni-und-Nanni-Reihe und die Geschichten der „Fünf Freunde“. Zwischen 1942 und 1962 entstanden 21 Bände der „Fünf Freunde“-Serie um Anne, Georg, Richard, Julius und den Hund Tim. Zwischen 1941 und 1945, also während des Zweiten Weltkriegs, schuf Enid Blyton mit ihren Romanen um die Zwillingsschwestern Hanni & Nanni eine heile Welt im in sich geschlossenen Kosmos des Internats Lindenhof. Es sind Geschichten einer glücklichen, behüteten Kindheit, ein Prototyp von Kindheit, an den man sich auch als Erwachsener immer wieder gerne erinnert. Das trägt dazu bei, dass Hanni & Nanni niemals aus der Mode kommen werden. Für diese schönen Geschichten ist man einfach niemals zu alt. Der deutsche Leser sollte beachten, dass nur sechs der insgesamt 33 auf Deutsch erschienenen Bände tatsächlich aus der Feder von Enid Blyton stammen. Nach den Bänden 1 bis 4 ließ der Verlag 6 weitere Bücher schreiben, bevor Band 11 und 13 wieder aus der Originalreihe stammen. Enden die Bücher von Enid Blyton dann nach Band 15, ließ es sich der Franz-Schneider-Verlag nicht nehmen, weitere Bände in Auftrag zu geben, die die Mädchen auch nach dem Schulabschluss noch weiterbegleiten. In den 1960er Jahren erkrankte Blyton an Alzheimer. Sie starb im November 1968 nach einem Herzinfarkt. Doch auch über 50 Jahre nach ihrem Tod erfreuen sich die Kinderbücher von Enid Blyton – vor allem die Bände der „Fünf Freunde“ und der Hanni & Nanni-Reihe – großer Beliebtheit bei Kindern aus aller Welt. 2009 verfilmte James Hawes das Leben der Enid Blyton im Auftrag der BBC. Dabei wird den dunklen Seiten der Autorin eine besondere Beachtung geschenkt. Auch viele ihrer Bücher – darunter die „Fünf Freunde“-Bücher wurden verfilmt. Im Januar 2012 kam dann auch das erste Abenteuer der Fünf Freunde ins Kino: In einer modernisierten Fassung gehen Anne, Georg, Richard, Julius und Tim nun in einer Schmugglerhöhle auf Schatzsuche. Auch die Hanni & Nanni-Geschichten von Enid Blyton wurden verfilmt. Der erste Hanni & Nanni-Kinofilm startete 2010. Die Hauptrollen übernahmen Jana und Sophia Münster unter der Regie von Christine Hartmann. 2012 kam „Hanni & Nanni 2“ in die deutschen Kinos und im Mai 2013 folgte „Hanni & Nanni 3“ nach. So bleibt Enid Blyton auch 45 Jahre nach ihrem Tod noch ein steter Begleiter neuer Generationen von Bücher- und Filmfreunden.

Folgende Bände der Serie "Fünf Freunde" von Enid Blyton finden Sie bei literaturtipps.de:

Hier erfahren Sie noch mehr über die "Fünf Freunde"

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