James Bowen

James Bowen und sein Kater Bob sind Touristenattraktionen in London. © Ragna SieckmannDass James Bowen einmal einen Bestseller schreiben würde, hätte der Londoner wohl selbst am allerwenigsten erwartet. Jahrelang schlug er sich als Straßenmusiker und obdachloser Zeitungsverkäufer in London durch, hatte gerade eine harte Zeit auf der Straße hinter sich, in der Drogen eine wichtige Rolle spielten, und hatte erst seit Kurzem ein festes Dach über dem Kopf, als er vor seiner Wohnungstür einen kläglich mauzenden verletzten Kater fand. Wem von beiden es damals schimmer ging – James Bowen oder dem Kater, den Bowen Bob nannte – ließ sich zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich nur schwer sagen. Doch Tatsache ist, dass sie einander gut taten und sich gegenseitig heilten. Zum ersten Mal in seinem Leben übernahm Bowen Verantwortung für ein anderes Lebewesen, dachte nicht nur an sich selbst und sein eigenes Überleben. Der verletzte Kater, den er in seine Obhut nahm, zeigte ihm, was es bedeutete, nicht allein zu sein und sich um jemanden zu kümmern. Selbstlos pflegte James Bowen das Tier gesund und entließ es anschließend in die Freiheit. Doch dann geschah das Wunder: Bob kehrte zurück. Die Freundschaft zu Bowen war stärker als sein Drang nach Freiheit. Inzwischen gehen Bob und James Bowen zusammen durch dick und dünn und sind in ihrer Heimat London als Straßenmusiker zu einer regelrechten Touristen-Attraktion geworden. Bowen rettete Bob das Leben und Bob bewahrte im Gegenzug Bowen vor dem sicheren Drogentod. War es tierischer Instinkt? War es Schicksal? Begeisterte Leser in aller Herren Länder wollen das gerne glauben. 2013 hat James Bowen die Geschichte ihrer ungewöhnlichen Freundschaft aufgeschrieben – und damit einen Bestseller gelandet. „Bob, der Streuner“ hielt sich viele Monate auf Platz 1 der internationalen Sachbuch-Bestsellerlisten und eroberte die Herzen von Millionen Lesern in aller Welt. 2014 ging die Geschichte in „Bob und wie er die Welt sieht: Neue Abenteuer mit dem Streuner“ weiter. Ob das zweite Buch aber an den Erfolg des Erstlings anknüpfen kann oder nicht: Sicher ist, diese Geschichte hat Leser auf der ganzen Welt verzaubert. Sie zeigt, dass Wunder möglich sind und dass ein einziger Moment das ganze Leben verändern kann. Für James Bowen war es der Moment, in dem er Bob die Tür öffnete und ihn in sein Leben ließ, jener Moment, in dem es für den Straßenmusiker aufwärts zu gehen begann. Nun wünscht man den beiden von ganzem Herzen das Allerbeste. Pünktlich zur Weihnachszeit 2014 folgte dann "Ein Geschenk von Bob: Ein Wintermärchen mit dem Streuner".

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