T.C. Boyle

T.C. Boyle gilt als Bad Boy der modernen amerikanischen Literatur. © Jamieson FryThomas Coraghessan (T.C.) Boyle (Jahrgang 1948) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, der zu den bedeutendsten amerikanischen Autoren der Gegenwart gehört. Boyle studierte an der University of New York Englisch und Geschichte und begann, inspiriert von Updike, Ibsen und Satre, Bücher zu schreiben. Nach einem Kurs im Creative Writing studierte er an der University of Iowa englische Literatur des 19. Jahrhunderts. Nach einer vierjährigen Lehrtätigkeit an einer High School begann T.C. Boyle ein neues Studium an der University of Iowa und erwarb hier 1977 den Doktortitel in englischer Literatur des 19. Jahrhunderts. Seit 1986 lehrt Boyle als ordentlicher Professor Englisch an der University of Southern California.

Seine Haupttätigkeit jedoch ist das Schreiben. Eines seiner größten Vorbilder ist John Irving, der auch zu seinen Mentoren am Writers Workshop der University of Iwoa gehörte. Besondere Bedeutung hat T.C. Boyles Schaffen für das Genre des historischen Romans, dem er zu neuem Ansehen verhalf. Die gründliche historische Recherche gehört zu seinen absoluten Steckenpferden und macht Romane wie „Wassermusik“ (1982) zu ganz besonderen Highlights. Das Buch verhalf T.C. Boyle Anfang der 1980er Jahre zum Durchbruch und gilt bis heute als eines seiner besten. Zu seinen größten Erfolgen zählen außerdem „World’s End“ (1987) und „América“ (1995). In Deutschland sorgten vor allem seine Romane „Das wilde Kind“ und „Wenn das Schlachten vorbei ist“ für Aufsehen. Unübersehbar ist Boyles Wut in „Wenn das Schlachten vorbei ist“ (2012), einem unterhaltsamen und sehr spannenden Roman über einen irrsinnigen Krieg, der an der Südküste Kaliforniens zwischen verfeindeten Tierschützern ausgefochten wird und in dem jedes Mittel recht zu sein scheint.

Im Februar 2015 erschien T.C. Boyles Buch "Hart auf hart", das er am 18. Februar in Berlin präsentierte. Darin geht es um das Spannungsfeld zwischen Freiheitsanspruch und Verfolgungswahn - nicht nur in den USA ein gesellschaftlich heiß diskutiertes Thema. Der soziopathische Adam leidet unter panischer Angst vor Angriffen vermeintlicher Feinde und verschanzt sich zum Schutz vor ihnen mit zahllosen Waffen in einem Schlafmohnfeld. Nur Sara findet Zugang zu ihm – und muss erkennen, dass Adam eine tickende Zeitbombe ist. Und dann lässt es T.C. Boyle in seinem Bestseller so richtig krachen und kennt keine Gnade vor dem Leser, dem dieses realistische Szenario sehr nah gehen wird.  

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