Richard Branson

Richard Branson (1950) ist mit sich und der Welt im Reinen: Als einer der erfolgreichsten Unternehmer der Welt und inspirierter und engagierter Selfmade-Milliardär, hat er alles, wovon man nur träumen kann – und noch mehr. Richard Branson hat nicht nur ein Vermögen angehäuft, er lebt auch seine Träume. Jeden Tag. Er ist erfolgreich, weil er das tut, woran er glaubt und was er liebt. Das glaubt man sofort, wenn man ein Bild des charismatischen Engländers sieht, der das gigantische Virgin-Unternehmen mit eigenen Händen aufgebaut hat. In seinem Buch „Like a Virgin: Erfolgsgeheimnisse eines Multimilliardärs“ verrät Branson, wie aus dem Legastheniker, der in der Schule große Probleme hatte, einer der erfolgreichsten Männer der Welt werden konnte. Dabei versteht er es, seine Leser mitzureißen, sie zu begeistern, zu motivieren und zu inspirieren. Und genau das ist auch das Motto hinter dem Erfolg von Virgin: „Meine Leute können sich auf mich verlassen. Also kann ich mich auch auf sie verlassen“, sagt er und man glaubt ihm jedes Wort. Trotz seiner Milliarden ist Sir Richard Branson ein sympathischer Kumpel-Typ geblieben, ein Hands-on-Man, der selbst die Ärmel hochkrempelt, wenn es notwendig ist. Ein Mann mit einem gewinnenden Lachen und einem vertrauensvollen Gesicht. Vor knapp 50 Jahren war dies jedoch nicht abzusehen.

Richard Branson verließ die Schule ohne Abschluss und gründete stattdessen im Alter von 20 Jahren sein erstes Unternehmen. Der Name dieses Unternehmens ist heute in aller Welt bekannt und steht für Erfolg, der mit dem Mut, neue Wege zu beschreiten, einhergeht: Virgin. Das Unternehmen versandte Schallplatten und betrieb eigene Plattenläden. Von dort war es kein weiter Schritt bis zur Gründung seines eigenen Plattenstudios, den Manor Studios in Oxfordshire. Mike Oldfield, der Bassist der Kevin Ayers Group, der zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend unbekannt war, wurde sein erster Klient. Schon hier zeigte sich 1973, das Richard Branson einen Riecher für erfolgversprechende Projekte hat: Die Platte „Tubular Bells“ verkaufte sich rund 5 Millionen Mal – und brachte Branson das Startkapital für sein Imperium ein. Bald umfasste die Virgin Group auch mehrere Fluggesellschaften, darunter Virgin America und Virgin Atlantic Airways, eine Fitnessstudio-Kette mit dem Namen Virgin Active, einen Buchverlag (Virgin Books), einen Kosmetik- und Schmuckhandel (Virgin Cosmetics), den Online-Musikdienst Virgin Digital, den Getränkehersteller Virgin Drinks, das Eventmarketing Virgin Experience Days, das zukunftsweisende Virgin Galactics, das kommerzielle Weltraumflüge betreiben und vermarkten will, ein Online-Casino, eine Kette von Luxushotels, ein Formel-1-Team, das britische Eisenbahnunternehmen Virgin Trains, die angesagte Location The Roof Gardens in London, das luxuriöse Chalet The Lodge in Verbier in der Schweizund mehrere Radiosender. Schon dieser Auszug aus der beachtlichen Liste von Branchen und Unternehmen, die Virgin inzwischen abdeckt, zeigt, dass Richard Branson außerhalb der bekannten Grenzen dachte. Er wollte sich nicht mit etwas zufrieden geben, sondern immer das tun, wonach ihm gerade der Sinn stand, wozu er inspiriert war. Er expandierte in die Richtungen, für die er neue Ideen hatte, wagte Innovationen und ließ sich nicht von außen beschränken. Den Überblick über ein solches Imperium zu bewahren und dabei dennoch so locker und entspannt zu sein, noch immer neue Ideen zu haben und nicht in Arbeit zu ersticken, ist eine wahre Kunst und beweist, dass Richard Branson ein Erfolgsgeheimnis kennt, das den meisten anderen Menschen immer verborgen bleiben wird. Während sich der Durchschnitt der Menschen im Hamsterrad abarbeitet, verwirklicht Richard Branson seine Träume.

Die Virgin Limited beschäftigt heute weltweit etwa 50.000 Mitarbeiter und erzielt so einen Umsatz von etwa 21,3 Mrd. US-Dollar. Zur gleichen Zeit beläuft sich das Privatvermögen von Richard Branson auf etwa 4,2 Milliarden US-Dollar (Stand 2012). Im Oktober 2013 gab Branson bekannt, sich auf seine Privatinsel, die Necker Islands, die passender Weise zu den Virgin Islands gehört, zurückziehen zu wollen, die er bereits vor Jahrzehnten gekauft hat. Damit kehrt er seinem Landsitz im englischen Oxfordshire den Rücken zu. Während die Sunday Times suggerierte, Branson wolle auf diese Weise Steuern sparen, gab ein Sprecher des Unternehmers bekannt, es handele sich dabei um eine vollkommen private Entscheidung. „Die Sonne scheint, er fühlt sich gesund, reist um die Welt und tut das, was ihm gefällt.“ In seinem Blog fügte Richard Branson hinzu: „Ich hab Großbritannien nicht aus Steuergründen verlassen, sondern aus Liebe zu den wunderschönen British Virgin Islands“. Seine Unternehmen aber verbleiben in Großbritannien, wo sie 35.000 Arbeitsplätze schaffen und mit ihren Steuerzahlungen einen bedeutenden Beitrag zum britischen Haushalt leisten. Das soziale und ökologische Engagement lag Richard Branson von Anfang an sehr am Herzen. So gründete er nicht nur eigene karitative Unternehmen, z.B. die Virgin Healthcare Foundation, sondern investierte auch drei Milliarden Dollar in erneuerbare Energien und in die Non-Profit-Organisation Carbon War Room, die mit ihrer Datenbank „Shippingefficiency“ den Ausstoß schädlicher Treibhausgase weltweit reduzieren hilft. Liest man all das, ist es kein Wunder, dass Richard Branson im Einklang mit sich und der Welt ist. Mit seinem Buch „Like a Virgin“ können Sie lernen, wie er zu denken – und eines Tages vielleicht dasselbe über sich sagen.

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