Wilhelm Busch

Heinrich Christian Wilhelm Busch (1832 – 1908), vor allem bekannt durch seine Lausbubengeschichten von „Max und Moritz“, gilt heute als einer der bedeutendsten humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands und als „Klassiker des deutschen Humors“. Seine Bildergeschichten und Versdichtungen haben feste Redewendungen hervorgebracht, die heute aus dem deutschen Sprachraum nicht mehr wegzudenken sind. Ob es die Geschichten von „Max und Moritz“ waren, „Die fromme Helene“, „Plisch und Plum“ oder „Hans Huckebein“ – immer prangerte Busch darin auf humorvolle, satirische Weise die Selbstzufriedenheit und zweifelhafte Moralauffassung des Spießbürgers und die Frömmelei der Bürgerlichen und Geistlichen an. Dabei war Busch selbst ein ernster, verschlossener Mann. Mit seinen frechen Helden hatte er als Kind nichts gemeinsam, er galt als ängstlich, schüchtern und empfindsam. Enge Freundschaft schloss er nur mit Erich Bachmann, dem Sohn eines wohlhabendsten Müllers, ihre Freundschaft wurde später Vorlage für „Max und Moritz“. Ab 1847 studierte Busch in Hannover Maschinenbau, wechselte dann an die Kunstakademie in Düsseldorf. Nach zahlreichen Enttäuschungen an den Kunstschulen von Antwerpen und München trat Busch dem Künstlerverein „Jung München“ bei. „Max und Moritz“ wurde erstmals 1865 veröffentlicht und wurde erst langsam ein Erfolg. Daraufhin widmete er sich weiteren Bildergeschichten und der Malerei. Erst nach zahlreichen erfolgreichen Veröffentlichungen 1896 gab er das Malen auf und zog sich auf sein Altenteil zurück. Im Alter von 86 Jahren verstarb Wilhelm Busch im Jahr 1908.

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