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Elias Canetti

Elias Canetti (1905 – 1944) war ein deutschsprachiger Schriftsteller, der für sein Werk 1981 mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet worden ist. Canetti wuchs als Sohn eines wohlhabenden jüdischen Kaufmanns in Bulgarien, England, Wien und der Schweiz auf. Schon im Alter von 20 Jahren widmet er sich dem sozialpsychologischen Phänomen der „Masse”, das er sein Leben lang erforschen wird. 1930 entwickelte er bereits das Konzept zu einem achtbändigen Romanzyklus. Das erste Werk, „Die Blendung“ wurde schon 1931 beendet und gilt heute als herausragendes Jahrhundert-Werk, dessen Einfluss häufig mit dem des „Ulysses“ von James Joyce verglichen wird. Die geplanten sieben Folge-Romane wurden allerdings nie geschrieben. Stattdessen entstanden u.a. mehrere Dramen, eine anthropologische Studie zum Thema „Masse und Macht“ und eine mehrbändige Autobiographie. Sein Werk war sehr vielseitig und ließ sich kaum auf eine Gattung beschränken. Erst ganz allmählich wurde er, der von London aus veröffentlichte, auch im deutschen Sprachraum bekannt. Seine Bedeutung für die deutsche Literatur wurde indes erst viele Jahre später erkannt. Canettis Arbeiten wurden mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, deren Höhepunkt der Nobelpreis für Literatur darstellt, den er 1984 erhielt. 1994 starb Canetti in Zürich, wo er seit den 70er Jahren lebte.

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