Raymund Carver

Raymond Carver (1938 – 1988) wurde in Oregon geboren. Nach vielen Jahren als Gelegenheitsarbeiter wurde er 1976 durch seinen Erzählband “Würdest du bitte still sein, bitte” schlagartig bekannt. Der literarische Durchbruch gelang ihm schließlich mit Erscheinen seines zweiten Werks “Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden”.

Raymond Carver hat die Kunst der Verknappung und den lakonischen Stil in der amerikanischen Kurzgeschichte auf die Spitze getrieben – in seinem oft bewunderten Minimalismus unterstützt vom beherzten Rotstift seines strengen Lektors Gordon Lish. Carver bringe “die Dinge in ihrem Schweigen zum Sprechen”, staunt John Updike angesichts der subtilen Erzählkunst seines Schriftstellerkollegen. Seine Figuren zeichne er mit zärtlicher Liebe, ohne sie zu verklären. Auch Richard Ford äußert sich in einem Vorwort begeistert über die Erzählungen seines Freundes Raymond Carver: “Sein großartiges Werk hat mir, wie all seinen Lesern, eine mögliche Erscheinungsform des Guten vorgeführt. Um uns anschließend, ganz so wie er es wollte, wieder freizugeben.”

Raymond Carver, der selbst auch zahlreiche Gedichte geschrieben hat, war mit der Lyrikerin Tess Gallagher verheiratet, die ihn bis zu seinem frühen Tod hingebungsvoll gepflegt hat. Der großartige amerikanische Erzähler starb 1988 im Alter von nur 50 Jahren in Port Angeles/Washington an Lungenkrebs. Kurz darauf wurde er in die “American Academy of Arts and Letters” aufgenommen. Zu seinen wichtigsten Werken zählt "Würdest du bitte endlich still sein, bitte".

Übrigens: Raymond Carvers Kurzgeschichten lieferten die Vorlage für Robert Altmanns erzähltechnisch innovativen Kultfilm Short Cuts aus dem Jahr 1993.

DuMont Reiseverlag, Reiseführer, DuMont Reise, Kunst-Reiseführer

Top-Thema

Fünf gute Gründe für Kurzgeschichten

Kurzgeschichten werden häufig unterschätzt. Doch spätestens seit Alice Munro für ihre Short Stories den Literaturnobelpreis bekommen hat, sind sie wieder in aller Munde. Wir haben fünf Gründe zusammengetragen, häufiger Kurzgeschichten zu lesen.

Es gibt viele gute Gründe, Kurzgeschichten zu lesen.

Top-Thema

Die Wiederentdeckung der Gedichte

Zu viele Menschen denken bei Gedichten an staubtrockene Analysen im Deutschunterricht. Für sie haben Gedichte ihren Zauber verloren. Doch wer sich aus Freude am Spiel mit den Worten mit Gedichten beschäftigt, wird überrascht sein.

Gedichte erlauben es uns, durch die Brille eines anderen die Welt zu erblicken.