Sir Arthur Conan Doyle

Der Brite Sir Arthur Conan Doyle (1859 – 1930) gilt als der Vater des modernen Kriminalromans. Mit seiner Figur des Sherlock Holmes schuf er ein vollkommen neues Genre. Doyle stammt aus einer Edinburgher Aristokratenfamilie mit irischen Wurzeln. Er studierte Medizin und unternahm als Schiffsarzt zahlreiche große Reisen, so zum Beispiel nach Afrika und in die Antarktis. In seiner Freizeit verfasste er literarische Werke und schon im Alter von 28 Jahren veröffentlichte er die erste Geschichte mit Sherlock Holmes: „Eine Studie in Scharlachrot“. Die darin beschrieben Methoden der Detektivarbeit waren den Verfahren der damals gängigen Polizeiarbeit weit voraus und machten die Detektivgeschichten zum großen Erfolg. Insgesamt 56 Erzählungen verfasste Doyle Zeit seines Lebens, wenn auch mit großen Unterbrechungen. 1893 erklärte Doyle Holmes vorläufig für tot, um sich anderen Werken zuwenden zu können. So entstanden mehrere historische Romane und mystische Novellen. 1902 erhielt er den Ehrentitel „SIR“ Arthur Conan Doyle für seine Propagandatätigkeit im Burenkrieg. Kurz darauf kehrte Holmes zurück, um geheimnisvolle Fälle im Dartmoor aufzuklären. Neben den Holmes-Geschichten ist Doyle vor allem durch den Roman „Die vergessene Welt“ bekannt geworden. So richtungsweisend wie Sherlock Holmes für den Kriminalroman war, so stilprägend war „Die vergessene Welt“ für das phantastische Genre der „Lost World“. 1930 starb Sir Arthur Conan Doyle in Folge eines Herzinfarktes.

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