Arne Dahl

Arne Dahl gilt als einer der besten Krimiautoren Schwedens. © Sara ArnaldArne Dahl ist das Pseudonym des schwedischen Bestseller-Autoren Jan Lennart Arnald (Jahrgang 1963). Der studierte Literaturwissenschaftler ist der Autor einer sehr erfolgreichen Krimireihe, um die „A-Gruppe“, ein Sondereinsatzkommando der schwedischen Polizei, deren Ermittler Kerstin Holm und Paul Hjelm inzwischen zu wahren Kultfiguren geworden sind. Die Krimis von Arne Dahl wurden bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. erhielt „Tiefer Schmerz“ sowohl den Palle-Rosenkrantz-Preis (2004) als auch den Deutschen Krimipreis (2006). Aus den ursprünglich geplanten 10 Bänden sind inzwischen schon elf geworden. Weitere Fortsetzungen sind nicht auszuschließen. Arne Dahl ist außerdem Mitglied der Schwedischen Akademie, die alljährlich den Nobelpreis für Literatur vergibt. Er ist des Weiteren als Zeitschriftenverleger und Literaturkritiker tätig.

2012 brachte Arne Dahl in seinem Thriller „Gier“ ein neues Ermittlerteam an den Start: Europol, ein internationales, europäisches Team von Polizisten. Von Italien bis Schweden wird in einem grausamen Mordfall ermittelt. Prompt wählte die schwedische Krimi-Akademie den Roman zum besten schwedischen Kriminalroman 2011 – was bei dem großen Angebot schon einiges heißen möchte. Damit steigt Arne Dahl in die Fußstapfen von Krimilegenden wie Henning Mankell und Håkan Nesser, die den Schwedenkrimi nachhaltig geprägt haben. Der große Erfolg sorgte dafür, dass das Opcop-Team schon 2013 ein weiteres Mal ausrücken durfte. In „Zorn“ lässt Arne Dahl sie eine Reihe scheinbar zusammenhangsloser Morde aufklären, die überall in Europa verübt werden – und stellt so auf mitreißende Weise die Frage nach dem Wert eines Menschenlebens. "Neid" und „Hass“ komplettierten das fulminante Krimi-Quartett, mit dem sich Arne Dahl als endgültig in das Pantheon der schwedischen Krimis geschrieben hat. Meisterhaft hält er darin alle fünf Handlungsstränge dieses komplexen Thrillers in den Händen und bringt über „fabelhafte falsche Fährten“ (Berner Zeitung) die Reihe zu einem fulminanten Abschluss. Mit „Hass“ gelang ihm das, was der Weser-Kurier wunderbar treffend ein „Herzschlag-Finale“ nannte.

2013 führte Arne Dahl außerdem  die Serie um Paul Hjelm und Kerstin Holm in dem Krimi „Bußestunde“ zu einem Ende. Im letzten Band ermittelt die A-Gruppe im Falle eines verschwundenen Geheimdienst-Chefs und einer Reihe sadistischer Morde an jungen Frauen, denen auch Hjelms Tochter zum Opfer zu fallen droht. Arne Dahl beweist damit nicht nur, dass er über zehn Bände hinweg fesselnde Ideen entwickeln und spannende Geschichten erzählen kann, sondern dass er auch weiß, wann er aufhören und sich neuen Projekten zuwenden sollte. Nach zehn Büchern ist jetzt Schluss mit der A-Gruppe aus Stockholm, doch die Fans können sich sicher sein, dass das noch nicht das letzte ist, was wir von Arne Dahl hören werden – auch wenn die Zeitung „Die Welt“ den Abgang der A-Gruppe im Mai 2013 mit einem Artikel kommentierte, der den bedeutungsschwangeren Titel „Jetzt ist er tot, der Schwedenkrimi“ trug. Elmar Krekeler macht darin das Ende von Dahls Krimi-Serie zu einem Ereignis von „geradezu literaturhistorischer Bedeutung.“ Erschienen ist „Bußestunde“ eigentlich schon 2007. Damals war „der letzte Band von Stieg Larssons "Millennium"-Trilogie gerade erschienen, der Kurt-Wallander-Dekalog seit fünf Jahren abgeschlossen. Ein Umbruch, ein Umschlag von zumindest literatursoziologischem Rang“, wie Krekeler schreibt. „Aber da war der Schwedenkrimi eigentlich schon tot. Und gestorben ist er hier, in "Bußestunde", diesem am Ende doch ziemlich großartigen Buch. Was für ein schöner Tod.“ Das kann man glauben, muss man aber nicht. Denn Arne Dahl und Co. werden sicher alles daran setzen, uns eines Besseren zu belehren. Darauf dürfen wir uns jetzt schon sehr freuen.

Alle Bücher von Arne Dahl in chronologischer Reihenfolge:

A-Gruppe-Reihe

Europol-Reihe

Weitere Bücher von Arne Dahl

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