Åke Edwardson

Åke Edwardson schreibt großartige Schwedenkrimis. (c) Thomas_AndersonÅke Edwardson (Jahrgang 1953) ist einer der erfolgreichsten Krimiautoren Schwedens. Wie kaum ein anderer Autor hat er das Genre des Schwedenkrimis geprägt – und ihm mit seiner Figur, dem versnobten, düsteren Erik Winter, einen großen Helden geschenkt. Anders als andere skandinavische Autoren schreibt Åke Edwardson keine reißerischen Psychothriller. Stattdessen beweist Edwardson Buch um Buch, das er das Handwerk des soliden, klassischen Krimis bestens beherrscht und sogar zur Perfektion getrieben hat. Seine Krimis um Erik Winter lassen es nie an Tiefgang oder philosophischen Betrachtungen fehlen und wenn Winter erst einmal so richtig in Fahrt kommt, dann muss der Leser all seine grauen Zellen zusammennehmen, um mithalten zu können. Edwardsons Erfolgskonzept: „Die Leser sollen das Mitgefühl für die Opfer spüren. Sonst sind Krimis leere, platte Unterhaltung. Und sie müssen fühlen, dass sich die Geschichte tatsächlich so ereignet haben könnte.“ (krimi-couch.de) Zugleich empfindet Åke Edwardson als Krimiautor aber eine große Verantwortung: „Jemand, der über Gewalt und die Mechanismen von Gewalt, über die existentielle und soziale Tristesse schreibt, ist verpflichtet, auch einen Hauch von Empathie und Humanismus in sein Schreiben einfließen zu lassen. Das ist wichtig, denn sonst vermitteln sich nur Kälte und Zynismus, entsteht nur oberflächliche Unterhaltung, in der Gewalt und Tod Dekoration sind, platte Action, die für eine Art wohligen Schauder sorgt.“ (schwedenkrimi.de) Über 20 Jahre lang arbeitete der aus der Nähe von Jönköping stammende Journalist und Autor Åke Edwardson im Auftrag der UNO im Nahen und Mittleren Osten und auf Zypern. Aus diesem reichen Erfahrungsschatz speisen sich auch seine Krimis immer wieder. Als Journalist schrieb er über Sport (Fußball ist eine besondere Leidenschaft von Åke Edwardson), Reisen, Literatur und Außenpolitik, sowie grundlegende Lehrbücher zum Thema Journalistik. Dem Krimi-Genre widmete sich Edwardson erst Mitte der 90er Jahre, als er seine Kultfigur, den Kommissar Erik Winter, schuf. Mit den zehn Krimis um Erik Winter ging Edwardson auf Erfolgskurs. Als vermeintlich letzte Krimis der Reihe erschienen Band 9, „Toter Mann“, und Band 10 „Der letzte Winter“. „Toter Mann“ wurde von der Presse als der beste der Winter-Romane gepriesen. So wie sich Åke Edwardson in der Folgezeit ins spanische Marbella zurückgezogen hat, so schickte er auch Erik Winter dort in den verdienten Ruhestand. Doch weder Edwardson noch Winter konnten von der Verbrecherjagd ablassen. Vier Jahre nach „Der letzte Winter“ kehrten die beiden mit neuer Energie zurück. „Das dunkle Haus“, der elfte Band der Serie, wurde von den Fans der Erik Winter-Romane erfreut aufgenommen, empfand man doch beim Aufschlagen des Buches ein Gefühl des nach Hause Kommens. Winter und die anderen Figuren der Romane waren einem schon sehr ans Herz gewachsen und sie nun wiederzusehen war wie ein Treffen mit alten Freunden. Abgesehen von den skandinavischen Krimis um Erik Winter veröffentlichte Edwardson zwei Romane um den Privatdetektiv Jonathan Wilde („Allem, was gestorben war“ und „Geh aus, mein Herz“) und vier weitere Romane. Mit seinem Psychothriller „Die Rache des Chamäleons“ wagte sich Edwardson 2013 auf ganz neue Pfade. Darin wird ein Werbefachmann von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt – und von der Eta in den Wahnsinn getrieben. Für seine Arbeit erhielt er bereits drei Mal den schwedischen Krimipreis.

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