Elisabeth Elo

Elisabeth Elo begeisterte mit ihrem Debütroman die ganze Welt. (c) Farhood Khan - farhood.comEs liegt in der Natur der Sache, dass man über eine Debüt-Autorin noch nicht viel weiß, doch es liegt in der Natur des Buches „Die Frau, die nie fror“, dass man unbedingt mehr über Elisabeth Elo (Jahrgang 1956) erfahren möchte, die mit ihrem Debüt gleich einen weltweiten Bestseller landete. Frauenroman, Familiendrama oder Ökothriller – das lässt sich für „Die Frau, die nie fror“ kaum eindeutig beantworten. Doch sicher ist, dass Elisabeth Elo eine Stimme hat, die man in den kommenden Jahren auf dem Buchmarkt nicht vermissen möchte. Mit ihrer Protagonistin Pirio Kasparov hat Elisabeth Elo eine Figur geschaffen, die einen magisch in ihren Bann zieht: „Ihr russischer Vater hält sie für zu weich. Die Navy nennt sie mutig. Die meisten Männer finden sie attraktiv. Für die Leute in Boston ist sie eine Heldin, für die Wissenschaft ein Phänomen. Ihrer besten Freundin Thomasina ist sie zu ehrlich. Ihr Patensohn Noah möchte am liebsten immer bei ihr sein.“ (krimi-couch.de) Ein bisschen so stellt man sich auch Elisabeth Elo vor. In jedem Fall aber haben die beiden Frauen schon viel Zeit miteinander verbracht, bevor Elo das erste Wort über Pirio zu Papier brachte. Elo erinnert sich auf ihrer Homepage: „Eines Tages stolperte ich im Buchladen über ein Buch über „ambergis“ (einen Rohstoff aus dem Bauch von Walen), dem früher magische, heilende und aphrodisierende Kräfte nachgesagt wurden […]. Zur gleichen Zeit lebte ein Charakter namens Pirio auf meiner Schulter. Sie hatte eine sehr starke, sehr klare Stimme und sehr lange darauf gewartet, in einer Geschichte zum Leben erweckt zu werden.“ In „Die Frau, die nie fror“ war es dann endlich soweit: „Irgendwie kamen Wale, Parfüm und Pirio zusammen und transformierten sich in den Anfang dieses Romans.“ Leser in aller Welt sind dankbar für diesen Zufall, der dazu führte, dass Elisabeth Elo eine der ergreifendsten und spannendsten Geschichten des Jahres 2014 erzählen konnte. Das Erschaffen einer Figur und ihrer Geschichte dürfte Elisabeth Elo dabei nicht allzu schwer gefallen sein, schließlich unterrichtet Elo, die einen Doktortitel (PhD) in amerikanischer Literatur hat, heute in Boston kreatives Schreiben. Umso verwunderlicher ist es, dass es so lange dauerte, bis sie ihren ersten Roman veröffentlichte. Zuvor war sie aber bereits mit Essays und Kurzgeschichten in Erscheinung getreten, die in verschiedenen Medien veröffentlicht wurden. Mit „Die Frau, die nie fror“ hat Elisabeth Elo nun ein neues Kapitel in ihrer schriftstellerischen Karriere aufgeschlagen – und wir können es kaum erwarten, bis sie mit einem zweiten Roman nachlegt.

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