Barbara Erskine

Barbara Erskine ist das Pseudonym der englischen Schriftstellerin Barbara Hope-Lewis (Jahrgang 1944), die für ihre historischen Romane bekannt ist. Die Schriftstellerin, die sich hinter dem Namen Barbara Erskine verbirgt, stammt aus Nottingham im Norden von England, verbrachte ihre Kindheit in einer Gegend, die einst von Robin Hood bewohnt wurde und wuchs mit vielen Geschichten auf. Sie selbst interessierte sich vor allem für die Kirchengeschichte und für die schottische Geschichte, was man ihren Büchern auch deutlich anmerkt. Die spätere Barbara Erskine studierte in Edinburgh Mittelalterliche Geschichte und verfasst nun unter ihrem Pseudonym Romane, die entweder zur Gänze in der Vergangenheit spielen oder die Genren Gegenwartsliteratur und historischen Roman kombinieren. Zeitreiseromane und übersinnliche Fiktion sind die Stärke von Barbara Erskine und das lieben ihre Fans. 1987 erschien ihr erster Roman „Die Herrin von Hay“. Damit schoss Erskine nicht nur direkt in die Beststellerlisten sondern auch in die Herzen aller Freunde von historischen Romanen. Es folgten so beliebte Bücher wie „Die Tochter des Phönix“, „Königreich der Schatten“ und „Die Königin des Feuers“. 2008 erschien „Die Tochter des Königs“ im englischen Original. Barbara Erskine verwebt darin die Schicksale zweier Frauen, die durch 2.000 Jahre getrennt sind, zu einem spannenden historischen Roman. Ausgangspunkt ist ein Schlachtfeld in Wales, auf dem einst der britische Krieger Caradoc eine entscheidende Schlacht gegen die Römer verlor. Mit seiner Tochter Eigon wurde Caradoc nach Rom verschleppt. Doch Eigon hört auch 2.000 Jahre später nicht auf, ihre Heimat in Wales heimzusuchen, wo sie auf die Englischlehrerin Jess trifft. Barbara Erskine lässt hier ein wichtiges Stück britischer Geschichte aufleben und wer das mystische Wales kennt, wird sich von diesem Teil der Geschichte sehr leicht gefangen nehmen lassen. Schade ist, dass Erskine die spannende Ausgangslage der Geschichte nicht vollkommen ausnutzt und das Buch dadurch einige Längen und unnötige Wendungen erhält. Alles in allem aber ist es ein gelungener Erskine-Roman, wie ihn ihre Fans erwarten und dem es auch an Spannung nicht fehlt.

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