Laurent Fignon

Der ehemalige Radsportprofi Laurent Fignon (1960 - 2010) galt als eine der schillerndsten Figuren der jüngeren Sportgeschichte. Im Alter von nur 22 Jahren gewann der Franzose 1983 überraschend die Tour de France. 1984 konnte er den Sieg ein weiteres Mal erringen. Bis 1993 nahm er jedes Jahr am bedeutendsten Radrennen der Welt teil, erreichte 6 Mal Paris und gewann insgesamt neun Etappen. Tragische Berühmtheit erlangte er 1989 mit dem zweiten Platz nach Greg LeMond. Acht Sekunden entschieden über Sieg oder Niederlage – der knappste Abstand der Tourgeschichte. Im gleichen Jahr errang er jedoch den Sieg beim Giro d’Italia.

Das Markenzeichen von Laurent Fignon waren seine Brille und sein blonder Pferdeschwanz. Seinen ersten Auftritt beim Profisport hatte der gebürtige Pariser 1982. Damals, gerade 22 Jahre alt, eröffnete er seine Karriere gleich mit einem Paukenschlag und dem Sieg bei der Tour de France. Zwei Mal wurde er während seiner Laufbahn positiv auf Dopingmittel getestet und dafür unter anderem 1989 nach einem Mannschaftszeitfahren in Eindhoven suspendiert. Nach dem Ende seiner Profi-Karriere blieb Laurent Fignon dem Radsport treu und berichtete als Co-Kommentator für das französische Fernsehen von der Tour de France. 2009 wurde bei ihm metastasierter Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert, an dessen Folgen er im August 2010 starb.

In seinem Buch „Fignon – Wir waren jung und unbekümmert“ (2010) erinnerte Laurent Fignon noch kurz vor seinem Tod an die Goldene Ära des Radsports, die glorreichen 80er Jahre, in denen Radsportler noch vor nichts Angst hatten.

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