F. Scott Fitzgerald

F. Scott Fitzgerald war einer der großen Autoren des 20. Jahrhunderts. Foto: Archiv Diogenes VerlagFrancis Scott Fitzgerald (1896 – 1940), besser bekannt als F. Scott Fitzgerald, war ein US-amerikanischer Schriftsteller, der heute als Hauptvertreter der Prosa der amerikanischen Moderne gilt. In seinem Leben und in seinen Werken verkörperte er das Jazz-Age und die sogenannte „Verlorene Generation“ junger Amerikaner, die sich in den 20er Jahren in Europa aufhielten. Hier gehörte er zum Kreis rings um Gertrude Stein und pflegte eine kurze, aber sehr intensive Freundschaft zum späteren Träger des Literaturnobelpreises Ernest Hemingway. Die beiden unterhielten eine enge Brieffreundschaft, in der sie sich nicht nur über den neusten Tratsch und Klatsch austauschten, sondern auch über existenzielle Fragen und die Arbeit des jeweils anderen unterhielten.

Benjamin Lebert veröffentlichte 2013 eine Sammlung dieser Briefe unter dem Titel „Wir sind verdammt schlechte Akrobaten“, die einen guten Einblick in das Leben der „Lost Generation“ gibt. Dann wird deutlich, wie groß der Einfluss von F. Scott Fitzgerald auf Hemingways „Paris – Ein Fest für das Leben“ war. Fitzgerald selbst studierte an der Princeton University, vernachlässigte, unter dem übermächtigen Zwang zu schreiben, das Studium jedoch vollkommen. Er brach es deshalb ab und ging zum Militär. Als Oberleutnant der Infanterie war F. Scott Fitzgerald in Alabama stationiert, wo er nicht nur einen interessierten Verlag für seinen Roman „The Romantic Egoist“ fand, sondern auch seine zukünftige Frau. 1920 wurde der Roman „Diesseits vom Paradies“ veröffentlicht. Sofort wurde Fitzgerald zum Star und zum Inbegriff des Jazz Age. In diesem Sinne sind auch seine folgenden Bücher, darunter „Die Schönen und Verdammten“ (1922), geschrieben. 1925 erschien sein heute bekanntestes Werk „Der große Gatsby“. Trotz des großen Lobes und der heutigen Einschätzung als Weltliteratur hatte das Buch zu Fitzgeralds Lebzeiten keinen großen Erfolg. Alkoholismus und Depressionen richteten ihn Ende der 1920er Jahre zusehends zu Grunde. In den 30er Jahren konnte er dennoch in Hollywood Fuß fassen, bis er 1940 in der Folge von zwei Herzinfarkten starb. Durch die Verfilmung in den 70er Jahren gelangte „Der große Gatsby“ endlich zu seinem verdienten Ruhm. 2013 folgte unter der Regie von Baz Luhrmann eine Neuverfilmung mit Leonardo DiCaprio, Tobey Maguire und Carey Mulligan in den Hauptrollen, die F. Scott Fitzgeralds Romanklassiker noch einmal zu neuem Aufschwung verhalf. Die DVD zu „Der große Gatsby“ erschien am 2. Dezember 2013.

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