Charlotte Förster

Die Autorin hinter dem Pseudonym Charlotte Förster lebt und arbeitet als Journalistin in jenem Berliner Stadtteil, den sie „das Epizentrum des modernen Spießbürgertums“ nennt: Prenzlauer Berg. Der typische Bewohner dieses Bezirks hasst Discounter, kauft ausschließlich Bio-Produkte, gibt seinen Kindern alte deutsche Namen, kann mit der Frühförderung gar nicht früh genug anfangen, praktiziert Yoga, autogenes Training und Pilates und trinkt – fairtrade! – Latte Macchiato, während er mit seinem Mac Book in einem schicken Kaffee sitzt und an der Verbesserung der Welt arbeitet. Er sagt Dinge wie: „Diesen Film sollte man unbedingt im spanischen Original gesehen haben“ oder „Das Hinterland von Mallorca wird unterschätzt“ und fühlt sich sehr wohl dabei. Charlotte Förster hat diesem Typus nun in Zusammenarbeit mit Justus Loring ein Denkmal gesetzt: „Der moderne Spießer“. Dass Charlotte Förster gar nicht ihr richtiger Name, sondern ein Pseudonym ist, passt dann auch irgendwie ins Bild. Ihr Buch nimmt sich aber selbst gar nicht so ernst. Förster und Loring haben das Buch aus Spaß an der Freude geschrieben, aus Freude an der Karikatur. Die Welt brauche es zwar nicht dringend, erklärte Förster im Interview mit den „Prenzlauer Berg Nachrichten“, aber „auf das 300. vegane Kochbuch, das gerade auf den Markt kommt, hat die Welt ja auch nicht gewartet.“ All das macht „Der moderne Spießer“ zu einem Lesevergnügen.

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