Ana Forrest

Ana Forrest ist die Erfinderin von Forrest Yoga, einem Yoga-Stil, der sich darauf konzentriert, körperliche und psychische Verletzungen und Krankheiten zu heilen. Es ist ein sehr herausfordernder Stil des Hatha-Yoga, den die Amerikanerin Ana Forrest entwickelt hat, um die Einschränkungen ihrer körperlichen Behinderung und eine dunkle Zeit des Drogenmissbrauchs zu überwinden. Schon als Teenager, im Alter von 18 Jahren, startete sie ihre eigene Yoga-Praxis, um anderen Menschen dabei zu helfen, sich selbst zu heilen. Dabei wurde sie unter anderem von der Praxis der amerikanischen Ureinwohner beeinflusst. So lernte sie unter anderem vom Medizinmann der Oglala Lakota Sioux, Black Elk, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, sein Volk, das zu diesem Zeitpunkt am Rande des Aussterbens stand, zu heilen. Weitere Einflüsse im Ana Forrest Yoga stammen aus den Schulen des Sivananda Yoga, des Iyengar Yoga, des Ashtanga Vinyasa Yoga und des Hatha Yoga. Heute gilt Ana Forrest als Rock-Star unter den Yoga-Lehrern unserer Zeit, als unerbittliche Trainerin und als charismatische Identifikationsfigur, die Tausende inspirierte, ihrem Weg zu folgen. Die Praxis des Forrest Yoga legt besonderen Wert auf das lange Halten der einzelnen Positionen und auf das Core-Training zur Stärkung der Körpermitte, der Bauch-, Rücken- und Beckenmuskeln. Für Ana Forrest – wie für viele andere Verfechter des sogenannten Core-Trainings – ist der Bauch bzw. die Körpermitte, die Quelle der Kraft. Und so ist auch das Motto des Forrest Yoga zu verstehen: „Go deeper!“ Dies gilt für alle vier Säulen, auf denen die Praxis nach Ana Forrest fußt: Atem, Festigkeit, Einheit und Geist. Daraus ergeben sich die sogenannten „Basic Moves“ des Forrest Yoga: Aktive Hände und Füße, Angespannte Gesäßmuskulatur, Platz schaffen zwischen den Rippen, tiefer Atem und entspannter Nacken. Diese Anweisungen gelten für alle Übungen. Inzwischen ist Forrest Yoga überall in der Welt verbreitet und Ana Forrest selbst gibt Fortbildungen und Workshops, die von Yoga-Lehrern von überall her besucht werden. Sie schreibt außerdem für mehrere Fachmagazine und hat 2011 das Buch „Die Yoga-Kriegerin“ veröffentlicht, in dem sie ihre eigene Geschichte erzählt und ihre Lebensphilosophie vermittelt.  

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