Frederick Forsyth

Frederick Forsyth wurde einst mit 'Der Schakal' berühmt. © Gill ShawFrederick Forsyth (Jahrgang 1938) ist ein britischer Thriller-Autor, der in den 70er Jahren mit dem Polit-Thriller „Der Schakal“ weltberühmt geworden ist. Forsyth ging als jüngster Pilot in die Geschichte der britischen Luftwaffe ein, als er sich mit 19 Jahren zur Royal Air Force meldete. 1958 verließ er die Luftwaffe und arbeitete als Reporter für die Nachrichtenagentur Reuters in England, Frankreich, Spanien, Belgien, der DDR und der BRD. Hier kam Frederick Forsyth in Kontakt mit der Weltpolitik, einem Fundus, aus dem er in seinen späteren Romanen zehren sollte. Als Fernsehreporter für die BBC berichtete Forsyth aus Kriegsgebieten in Afrika und arbeitete vorrangig an politischen und historischen Themen. Erst 1970 wandte sich Forsyth der Schriftstellerei zu. Dabei waren ihm sowohl seine journalistischen Erfahrungen als auch seine vielfältigen Sprachkenntnisse hilfreich.

Ein Merkmal der Romane von Frederick Forsyth ist die Verknüpfung realer und fiktiver Ereignisse. Das gilt auch für seinen ersten und erfolgreichsten Roman „Der Schakal“, der 1971 erschien. Forsyth greift darin das Netz von Anschlägen auf, das die französische Untergrundorganisation OAS in ihrem Kampf gegen die Unabhängigkeit von Algerien spannte. In seinem zweiten Thriller thematisiert Frederick Forsyth den Sechstagekrieg zwischen Israel und den arabischen Staaten und der Roman „Der Rächer“ baut auf den kriegerischen Auseinandersetzungen im früheren Jugoslawien Anfang der 90er Jahre auf. Es ist gerade diese Kombination aus Realität und Fiktion, die die Romane von Frederick Forsyth für seine Leser besonders interessant machen. So ist es auch kein Wunder, dass seine Werke immer wieder verfilmt worden sind.

„Der Schakal“ wurde sogar zwei Mal filmisch interpretiert: Einmal 1973 und einmal 1997 mit Bruce Willis und Richard Gere. Auch 30 Jahre nach seinem Erscheinen ist „Der Schakal“ ein echter Buchtipp für Thriller-Fans. Auch die Romane „Die Akte Odessa“ und „Die Hunde des Krieges“ von Frederick Forsyth erfuhren in den 80er Jahren eine Verfilmung. 2015 veröffentlichte Forsyth seine Autobiographie mit dem Titel „Outsider“. Zwar kommt er hier (naturgemäß) ganz ohne fiktive Elemente aus, doch das Buch liest sich dennoch spannend wie ein Thriller. Das ist der großen erzählerischen Kraft zu verdanken, die sich bereits durch das gesamte Werk von Frederick Forsyth zieht und die auch dann nicht versagt, wenn er von seinem eigenen Werdegang erzählt. Kein Wunder, denn vieles, was der Autor während seiner Zeit als Journalist und Korrespondent erlebte, erinnert unweigerlich an James Bond und Co. So hieß es dann auch in der 3sat Kulturzeit über „Outsider“: „Frederick Forsyth erinnert einen an 007: britisch und weltgewandt, charmant und cool, technikbegeistert und nicht totzukriegen.“

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