David Foster Wallace
David Foster Wallace (1962 – 2008) war ein US-amerikanischer Schriftsteller, der mit seinem Opus Magnum, „Unendlicher Spaß“, weltweit für Furore sorgte. Wallace wuchs in einem kleinen Ort in Illinois auf, dessen Dorfleben immer wieder in seinen Essays und Kurzgeschichten auftaucht. In seiner Jugend war Wallace ein national erfolgreicher Tennisprofi, der es sogar auf Platz 17 der amerikanischen Rangliste schaffte. Nach dem Ende seiner Karriere wandte Wallace sich den Geisteswissenschaften zu und studierte zunächst – wie sein Vater – Logik und Mathematik. Es folgte ein Studium der Literatur und Philosophie, das er 1985 mit Auszeichnung abschloss. Schon während seines Abschlusses entwickelte er den Plot für seinen ersten Roman „Der Besen im System“, der 1987 veröffentlicht wurde. Seine Promotion an der Harvard University brach Wallace 1992 ab, um einen Lehrauftrag in Englischer Literatur an der Illinois State University anzunehmen. Es folgte 2002 eine Anstellung am Pomona College in Claremont, die er bis zu seinem Tod 2008 behielt. Nach seinem Selbstmord im September 2008 wurde bekannt, dass Wallace unter Depressionen gelitten habe. Diese negative Grundstimmung lässt sich auch in seinem letzten Buch, seinem Opus Magnum „Unendlicher Spaß“ wiederfinden. Das Buch und auch die Übersetzung durch Ulrich Blumenbach wurden vielfach ausgezeichnet (Blumenbach erhielt den Preis der Leipziger Buchmesse für die Übersetzung). Wallace galt als Genie und eines der größten literarischen Talente Amerikas.



