Peter Hahne

Mensch, den kennen wir doch eigentlich aus dem Fernsehen, denkt man, wennn man Peter Hahne (Jahrgang 1952) sieht oder seinen Namen liest. Genauso ist es: Das Multitalent Peter Hahne hat zunächst auf dem Bildschirm Karriere gemacht und sich nur nebenbei und im stillen Kämmerlein dem Schreiben gewidmet. Der gebürtige Ostwestfale ist ein bekanntes Gesicht beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Der Sohn eines Drogisten studierte nach dem Abitur evangelische Theologie, Philosophie, Psychologie und Germanistik in Bethel, Heidelberg und Tübingen. Mit welchem Ziel? Peter Hahne wollte ein Geistlicher werden und sein Leben in den Dienst der Kirche stellen. Doch wie so oft kam alles ganz anders: Nach dem Studium startete er mit einem Praktikum beim Saarländischen Rundfunk und kletterte im Anschluss auf der Karriereleiter steil nach oben.

Die Politik war fortan sein Betätigungsfeld. Er machte sich als Journalist einen Namen und leitete unter anderem das ZDF-Hauptstadtstudio. Parallel zu seiner Tätigkeit im TV verfasst er seit 1996 für die Bild am Sonntag die Kolumne „Gedanken am Sonntag“.  In seinen Texten setzt sich Peter Hahne vornehmlich mit dem Christentum und dem Glauben allgemein auseinander. Seine Ausbildung an der Universität kommt so also doch zum Tragen. Mittlerweile ist seine Kolumne eine Institution. Der Publizist verschafft sich Gehör, indem er kein Blatt vor den Mund nimmt und Missstände öffentlich anprangert. In seinem Buch „Was wirklich wichtig ist“ (2007) veröffentlichte er seine besten Kolumnen. Der Erfolg meint es gut mit dem Journalisten: Eine verkaufte Auflage in Höhe von sechs Millionen spricht für sich. Peter Hahne findet allerorts Anhänger und die Bücher, die er schreibt, reißenden Absatz. Nach über zwanzig Wochen auf den Top-Plätzen der renommierten SPIEGEL-Bestsellerliste schafft er es mit dem Buch „Schluss mit lustig“ an die Spitze der Liste des Jahres 2005. Peter Hahne kritisiert in diesem Werk die heutige Spaßgesellschaft.

In seinem Buch „Rettet das Zigeuner-Schnitzel“ (2014) nimmt Peter Hahne dann den normalen Wahnsinn der Politik unter die Lupe und die Unsinnigkeiten des Alltags auf`s Korn. Im April 2016 erschien "Finger weg von unserem Bargeld". In weiteren Publikationen stehen oftmals religiöse Themen im Mittelpunkt. Peter Hahne gibt seinen Lesern aufmunternde Worte und Segenssprüche für jede Gelegenheit mit auf den Weg. Auch die Bewältigung von Trauer liegt ihm am Herzen. Sein journalistisches Schaffen regt nicht nur das Publikum und die Leser zum Nachdenken an, sondern wurde bereits auch mit vielen Ehrungen bedacht. Sein Verantwortungsgefühl gegenüber der Gesellschaft bringt er nicht nur in seinen Büchern und seinen Fernsehsendungen zum Ausdruck. Seine Mitgliedschaften verdeutlichen sein soziales wie religiöses Engagement: Peter Hahne war von 1992 bis 2009 Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und ist bis heute Kuratoriumsmitglied des evangelikalen Vereins ProChrist.  

Peter Hahne ist Preisträger des Kurt-Magnus-Preises der ARD. 1995 erhielt er den Preis für Evangelische Publizistik. Im Jahr 2000 nahm er den „Goldenen Gong“ für eine herausragende Hauptstadt-Berichterstattung in Empfang. Sogar der große Publikumspreis Bambi gehört zu seinen Trophäen. Er wurde außerdem als beliebtester Nachrichtenmoderator von ARD/ZDF ausgezeichnet. Doch das Echo der Medien war nicht unentwegt positiv: Für sein ZDF-Talkformat „Peter Hahne“ musste er auch Schelte einstecken. Medienexperten warfen ihm mangelnde Kritikfähigkeit und Distanzlosigkeit vor. Sein Privatleben weiß Peter Hahne gut vor der Öffentlichkeit zu schützen. Der Journalist und Autor ist ledig und lebt in Berlin.

Diese Bücher von Peter Hahne empfehlen wir:

 

DuMont Reiseverlag, Reiseführer, DuMont Reise, Kunst-Reiseführer

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