Timber Hawkeye

Timber Hawkeye betreibt ein erfolgreiches Buddhismus-Blog. (c) Rodel CasioTimber Hawkeye hat sich jahrelang intensiv mit den Lehren des Buddhismus beschäftigt, doch irgendwann erreichte er den Punkt, an dem er zu seinem tibetanischen Lama sagte: „Bei allem Respekt, ich glaube nicht, dass es Buddhas Absicht war, dass seine Lehren derart kompliziert werden.“ Der Lama antwortete ihm: „Nicht Buddha hat das getan. Es war die tibetische Kultur; das ist ihre Art.“ Und er riet Timber Hawkeye, es einmal mit Zen zu probieren. „Ich denke, du könntest es mögen.“ Damit sollte der Lama recht behalten. Hawkeye liebte das Schlichte, Gradlinige, Schnörkellose des Zen-Buddhismus. Doch noch immer gab es ihm zu viele Dogmen. Noch immer vergötterten die Anhänger ihren Lehrer mehr als seine Lehren. In den Augen von Timber Hawkeye ist das das größte Problem der meisten Religionen: Sie beschränkten sich nicht auf ihre Lehren und das Nützliche in ihnen, sondern verwandelten sich in einen komplexen Kult, der die Reinheit der Lehren praktisch verdeckt. Will man sich also mit dem Buddhismus auseinandersetzen, so die Philosophie von Timber Hawkeye, dann geht es nicht darum, ein Buddhist zu sein, sondern darum, „ein Buddha zu sein.“

Um diese Lehre in die Welt hinaus zu tragen, hat Timber Hawkeye ein inspirierendes Blog begonnen: „Buddhist Boot Camp“ vermittelt die undogmatische Herangehensweise von Timber Hawkeye, die auch derjenige versteht, der zum ersten Mal Kontakt mit dem Buddhismus hat. „Ich suchte nach etwas Inspirierendem, für das die Menschen heute nicht nur die notwendige Aufmerksamkeitsspanne hätten, sondern dass sie auch wirklich verstehen und in ihren Alltag integrieren könnten. Ich stellte mir einen einfachen Leitfaden zum Glücklich sein vor.“ Buddhist Boot Camp ist genau dieser verständliche, klare und einfache Leitfaden geworden. Im Zentrum des Blogs steht die Aufforderung, dankbar zu sein. „Dankbarkeit hat die Eigenart, das, was wir haben, in „genug“ zu verkehren – und das ist die zentrale Idee hinter dem Buddhistischen Boot Camp“, erklärt Timber Hawkeye seinen Ansatz. Innerhalb kürzester Zeit erfreute sich das Blog so großer Beliebtheit, dass sich Hawkeye dazu entschied, ihn als Buch zu veröffentlichen. Der ungewöhnliche buddhistische Leitfaden ist im Sommer 2014 unter dem Titel „Sit Happens: Buddhismus in allen Lebenslagen“ in Deutschland erschienen. Heute ist Timber Hawkeye weit mehr als nur ein Blogger: Er reist um die Welt, hält Reden, wirbt für sein Buch und engagiert sich sehr dafür, Kopien davon in Gefängnisse in aller Welt zu bringen, wo sie ein Umdenken bei den Insassen bewirken könnten.

Hier finden Sie weitere Zen-Bücher.

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