Paula Hawkins

Paula Hawkins hat mit ihrem Debüt-Roman einen Bestseller geschrieben. © privatPaula Hawkins ist mit ihrem Debüt-Roman „Girl on the Train“ etwas gelungen, von dem die meisten Autoren nur träumen können: Sie hat einen internationalen Bestseller geschrieben, an dem sich DreamWorks noch vor seinem Erscheinen die Filmrechte sicherte. Kein Wunder, schlägt „Girl on the Train“ von Paula Hawkins doch in die gleiche Schneise wie „Gone Girl“ von Gillian Flynn und profitiert nun von dem großen Erfolg des Psychothrillers. Doch auch unabhängig von dem Bestseller ist Paula Hawkins ein wirklich beeindruckender Roman gelungen, dessen unerwartete Wendungen und das grandiose Ende den Leser immer wieder mit geballter Wucht treffen. Mit seiner nervenaufreibenden Spannung ist „Girl on the Train“ wirklich kein Spaziergang für den Leser, doch das Buch aus der Hand zu legen, ist unmöglich.

Paula Hawkins verbrachte ihre Kindheit in Simbabwe und lebt seit Ende der 1980er Jahre in London. Hier arbeitete sie 15 Jahre lang als Journalistin für verschiedene Publikationen, bevor sie sich den Traum vom Romaneschreiben erfüllte. Schon als Kind habe sie Geschmack an Krimis gefunden und die Romane von Agatha Christie geliebt, erzählt Paula Hawkins auf ihrer Website. Doch erst Donna Tartts Debüt-Roman „Die geheime Geschichte“ habe ihr dann die Augen für die Möglichkeiten des Thrillers geöffnet. Persönlich liebt sie außerdem Kate Atkinsons Serie um Jackson Brodie, die Bücher von Tana French, Harriet Lane, Megan Abbot und – natürlich! – Gillian Flynn. Schon als Kind habe sie selbst Fiction geschrieben und seither nicht aufgehört – auch wenn sie das Ergebnis lange Zeit nicht herumzeigen wollte. „Ich habe duzende unvollendete Romane auf Festplatten gespeichert – einige davon mit nur ein paar Seiten, andere sind zehntausende Worte lang. Eines Tages werde ich mich ihnen vielleicht noch einmal widmen“, erklärt Paula Hawkins auf ihrer Website.

Als ihr Romandebüt 2015 erschien, schoss „Girl on the Train“ binnen kürzester Zeit auf die Bestsellerlisten in den USA und in Großbritannien. Den Vergleich mit „Gone Girl“ findet Hawkins zwar sehr schmeichelhaft – schließlich sei Amy ein Charakter, über den man sicher noch in einigen Jahren sprechen wird – aber „Girl on the Train“ sei doch sehr anders. „Während es in „Gone Girl“ um das Ende einer Ehe geht, haben wir diesen Punkt in „Girl on the Train“ längst überschritten“, erklärt Paula Hawkins. „Rachels Ehe ist zerbrochen, sie hat keinen Job, kein Zuhause, sie hat alles verloren. Und, was am wichtigsten ist, sie hat die Kontrolle verloren, während Flynns Protagonistin das Steuer fest in der Hand hält.“ Die Verfilmung von Paula Hawkins Romandebüt wird von Marc Platt produziert und von Erin Cressida Wilson umgesetzt. Für die Hauptrolle der arbeitslosen Alkoholikerin Rachel ist nach Angaben von „The Hollywood Reporter“ Emily Blunt im Gespräch.

Ein Ein-Buch-Wunder blieb Paula Hawkins jedenfalls nicht: 2017 erschien mit "Into the Water" ein nicht weniger nervenzerfetzender Roman, dessen psychologische Untiefen sogar einige ihrer Fans verschreckten.

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