Alexander Hesse

Alexander Hesse war sechs Jahre lang Leiter der Redaktion von Terra X. (c) Rico RossivalAlexander Hesse war von 2006 bis 2012 der Programmverantwortliche und Leiter der Redaktion „Terra X“ im ZDF. Damit trat er in große Fußstapfen und übernahm ein Traditionsformat, das sich seit 1996 beim Publikum größter Beliebtheit erfreute. „Terra X“ beschäftigt sich intensiv mit Themen aus Geschichte, Archäologie und Natur und zeigt die ganze Bandbreite der Wunder unseres Planeten und seiner Bewohner. Unter der Leitung von Alexander Hesse wurde das traditionelle Format um Themen wie "Deutschland von oben", "Superbauten" und "Schneller als das Auge" erweitert. Seinen persönlichen Beitrag sieht Alexander Hesse darin, dass er „die Redaktion darin unterstützt habe, neue Wege zu wagen“, wie er im Interview mit zdf.de erzählte. Nur so könne man eine Traditionsmarke dauerhaft interessant machen und dafür sorgen, dass sie sich auch zukünftig auf dem modernen Dokumentationsmarkt behaupten könne. Dazu gehören Reenactments, also mit Schauspielern nachgestellte historische Szenen, ohne die heute kaum noch eine historische Dokumentation auskommt, genauso wie aufwendige Computeranimationen. Aber auch auf der menschlichen Ebene hat Alexander Hesse Änderungen bewirkt. So brachte er mit dem Komiker Hape Kerkeling, der die „Weltgeschichte“ moderierte, Witz und Humor in das Format. Das hält Hesse für eine sehr gute Lösung: „Prominente Präsentatoren können das Publikum für Themen interessieren, die sie ansonsten vielleicht nicht so leicht wahrgenommen hätten.“ Zugleich darf dabei die Wissenschaft nicht zu kurz kommen. Inhaltliche Richtigkeit sei ein unverrückbarer Wert der Marke, erklärte Alexander Hesse. „Erfreulicherweise arbeiten viele Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen gern mit uns zusammen und unterstützen uns mit ihrem Fachwissen. Vom Drehbuchentwurf bis zum Sendetext haben wir die Möglichkeit, uns auf die Experten eines Themas verlassen zu können.“ Für die Zukunft von „Terra X“ sehe es mit dem Wunschkind „Terra MaX“ rosig aus. In der Zeitmaschine von Opa MaX reisen die jungen Zuschauer in die Vergangenheit und lernen so Spannendes über die Geschichte. „Uns ist sehr daran gelegen, auch das Interesse junger Menschen zu wecken."Terra MaX" bietet da eine perfekte Verbindung, um Quotengaranten aus den "Terra X" -Dokumentationen für Kinder spannend und modern umzusetzen.“ 2012 verließ Alexander Hesse „Terra X“ und wandte sich neuen Projekten zu. Eines davon war das Buch „Geheimbünde“, das er in Zusammenarbeit mit Gisela Graichen geschrieben hat, Redakteurin bei „Terra X“. Mit ihr veröffentlichte er bereits die Bücher „Die Deutsche Hanse. Eine heimliche Supermacht“ (2011) und „Die Bernsteinstraße. Verborgene Handelswege zwischen Ostsee und Nil“ (2012). „Geheimbünde: Freimaurer und Illuminaten, Opus Dei und Schwarze Hand“ beschäftigt sich mit dem ewigen Mythos um Geheimbünde und Verschwörungstheorien, wie sie Dan Brown mit seinen Büchern populär gemacht hat. „Ein höchst informatives, angenehm sachliches Buch“, schreibt die Nürnberger Zeitung über das Gemeinschaftswerk von Gisela Graichen und Alexander Hesse.

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