Thomas Hoepker

Der 1936 in München geborene Fotograf Thomas Hoepker hat sich im Alter von 40 Jahren für einen internationalen Lebensweg entschieden: 1976 zog er nach New York und startete dort seine fotografische Weltkarriere. 1989 wurde er Mitglied der legendären Fotoagentur Magnum, im Jahr 2003 deren Präsident.

Viele seiner Fotografien sind weltbekannt geworden: jene vom Drill der Rekruten bei der US Army, andere von einer Leprastation, die Bilder von Muhammad Ali. Die Fotografien, die Hoepker am 11. September 2001 in New York machte, gingen um die Welt. Vor allem jenes, das ganz unbedarfte, ahnungslose junge Leute am sonnigen Ufer von Williamsburg zeigt – im Hintergrund die brennenden Türme des World Trade Centers.

Als dokumentarischer Fotograf versteht sich Hoepker. Nicht als Künstler. Er möchte ein Zeugnis ablegen von den Verhältnissen – und findet stille, poetische Bilder dafür. Es sind die kleinen Gesten, die Hoepker als Fotograf schätzt. „Nichts ist interessanter als die Wirklichkeit“, so sein Credo. Weniger zustimmen möchten wir ihm bei einem anderen bekannten Zitat: „Ich bin kein Künstler. Ich bin ein Bilderfabrikant“, behauptete er schon 1964 von sich. Doch viele seiner Fotografien sprechen eine andere Sprache – sie sind einzigartige, zeitlose, künstlerische Bilddokumente.

Die schönsten Bilder aus 60 Jahren Fotografie von Thomas Hoepker finden Sie in seinem Bildband "Wanderlust".

 

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