Douglas Hofstadter

Douglas Hofstadter (Jahrgang 1945) ist das, was man wohl ein Universalgenie nennen muss. Der New Yorker Hofstadter, der eigentlich Mathematik studiert hat, promovierte in Physik und entdeckte während seiner Arbeit als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Regensburg den sogenannten »Schmetterling von Hofstadter«, eine Erscheinung im energetischen Spektrum von Elektronen in zweidimensionalen Gitterstrukturen, die sich Laien nur sehr schwer erschließt. 1988 wandte sich Douglas Hofstadter dann der Kognitionswissenschaft zu. Seitdem arbeitet er daran, das menschliche Verhalten und Wesen zu entschlüsseln. Aber weil das alles noch nicht genug ist, spricht Douglas Hofstadter auch Französisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch, Russisch und Chinesisch und komponiert selbst Klavierstücke. Jedes Gebiet, dem sich Hofstadter widmet hat dabei seine ganz eigenen Reize und viele der Bücher, die er bereits als Sachbuchautor veröffentlicht hat, machen neugierig darauf, sie einzeln zu betrachten und in Beziehung miteinander zu setzen. Und tatsächlich: Es gibt Zusammenhänge zwischen all diesen grundverschiedenen Disziplinen. In „Gödel, Escher, Bach: ein Endloses Geflochtenes Band“ bringt Douglas Hofstadter alle Themenbereiche zusammen und zeigt, dass die von ihm so genannten „Seltsamen Schleifen“ der Schlüssel zum Verständnis sowohl des mathematischen Werks von Kurt Gödel, als auch der Illustrationen von M. C. Escher und der Musik von Johann Sebastian Bach sind. Diese drei sehr unterschiedlichen Disziplinen vereinen bestimmte selbstbezügliche Muster, die sich immer wieder finden lassen. Darüber hinaus treten sie in selbstbezüglichen Computerprogrammen, den so genannten Quines, und den Strukturen der DNA auf. Die „Seltsamen Schleifen“ könnten also der Schlüssel zum Verständnis des Universums sein. Kein Wunder, dass das Buch überall auf der Welt ein Bestseller wurde und mit dem Pulitzer-Preis für Non-Fiction und dem American Book Award ausgezeichnet wurde. Dass Douglas Hofstadter damit aber noch lange nicht am Ende seiner spannenden Entdeckungen und Enthüllungen angekommen ist, beweist er mit „Die Analogie: Das Herz des Denkens“, das er gemeinsam mit Emmanuel Sander geschrieben hat. Gemeinsam zeigen Hofstadter und Sander, wie unser Denken funktioniert und wie uns die Analogien dabei helfen, uns im Leben zurecht zu finden. Ein sehr anschauliches Beispiel: Sie betreten einen Fahrstuhl, in dem Sie noch nie gewesen sind. Dennoch wissen Sie genau, was zu tun ist, um Ihr Ziel zu erreichen. Weil alle Fahrstühle gleich funktionieren. Das ist die Analogie dahinter. Spannend und unterhaltsam nehmen uns die beiden Forscher mit auf eine Reise in die aufregende Welt der Sprache und des Geistes. So macht Wissenschaft richtig Spaß und erschließt sich auch dem Laien.

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