Stefan Hunstein

Fotografie und Erinnerung, darum geht es oft im Werk des in München lebenden Fotokünstlers Stefan Hunstein. Zwischen diesen beiden Polen oszilliert seine Arbeit. Einmal hat er in einer Ausstellung 8.000 gesammelte Fotografien gezeigt: „Mich interessiert, was der Fotoapparat seit seiner Erfindung eigentlich so alles hervorgebracht hat, für was sich das fotografische Auge interessiert.“

Hunstein arbeitete wie etwa auch Christian Boltanski häufig mit gefundenen Fotografien. „Das Foto ist ein Spielfeld und wir rationalisieren, objektivieren und fantasieren magisch in diesem Feld herum“, so hat er seine Idee des Bilder-Machens einmal beschrieben.

Der 1957 in Kassel geborene Stefan Hunstein hat sich in seinem 2009 erschienenen Buch „Schön war’s“ mit den Sehnsüchten Nachkriegsdeutschlands beschäftigt. Sein Ausgangsmaterial waren dabei Ansichtskarten aus den 50er und 60er Jahren. Zeugnisse seiner Kindheit, die Hunstein manipulierte und veränderte. In seinem 2014 erschienenen Buch „Im Eis“ vereinigt er Bilder der Arktis.

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