Ma Jian

Ma Jian (Jahrgang 1953) gilt als „eine der wichtigsten und mutigsten Stimmen der chinesischen Literatur“ (Gao Xingjian). Jian war während der Kulturrevolution Mitglied der „Roten Garde“ Mao Zedongs und arbeitete als Fotograf für die Auslandspropaganda. Um den ständigen Konflikten mit der Obrigkeit zu entgehen, begab Jian sich Mitte der 80er Jahre auf eine drei Jahre dauernde Reise durch China. Seine Erlebnisse und Erfahrungen hielt er in seinem Buch „Red Dust: 3 Jahre unterwegs in China“ fest, das bis heute als eines der wichtigsten, authentischen Zeitzeugnisse aus dieser Epoche gilt. 1986 gründete er in Hong Kong das Verlagshaus Hong Kong New Century Press. Zwischen 1997 und 1999 lebte Ma Jian in Deutschland, wo er Moderne chinesische Literatur unterrichtete. Heute lebt er mit seiner Ehefrau Flora Drew, die seine Texte ins Englische übersetzt, in London.

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Das Glück der Lese-Ratten

„Wer lesen kann, ist klar im Vorteil“, so lautet ein berühmtes Zitat des deutschen Wirtschaftsbuch-Autoren Edgar K. Geoffroy. Doch nicht nur, wer lesen kann, ist im Vorteil, sondern auch wer lesen will.