Katja Kessler

Katja Kessler weiß, wie man sich seinen Mann zurecht trainiert. (c) privatKatja Kessler (Jahrgang 1969) ist eine deutsche Klatschkolumnistin, die mit ihren erfrischend-frechen Kolumnen für die BILD-Zeitung bekannt wurde. Kessler studierte an der Universität von Kiel Zahnmedizin. Anstatt jedoch die Praxis ihres Vaters wie geplant zu übernehmen, wandte sich Katja Kessler dem Journalismus zu und absolvierte ein Praktikum beim Axel-Springer-Verlag. Hier sorgte sie bald mit gewagten Textbeiträgen für Aufsehen. Kurz darauf erhielt sie ihre eigene Kolumne, in der sie in der für sie typischen frechen Art über die nationale und internationale High-Society berichtete. Katja Kessler machte auf sich aufmerksam – und das machte sich bezahlt: Sie heiratete 2002 den Chefredakteur der BILD-Zeitung, Kai Diekmann, und machte als Co-Autorin von Dieter Bohlens Autobiographie „Nichts als die Wahrheit“ (2002) und dessen Nachfolger „Hinter den Kulissen“ Karriere. Es folgten ein Frauenoman („Herztöne“), „Das Mami-Buch“ und der autobiographisch angehauchte Roman „Frag mich, Schatz, ich weiß es besser“.

2011 erschien Katja Kesslers Männerbedienungsanleitung mit dem Titel „Der Tag an dem ich beschloss, meinen Mann zu dressieren oder: Ein Ehemann ist ein Rohstoff, kein Fertigprodukt“. Das Buch sorgte mit gewagten Thesen und flotten Sprüchen für viel Aufsehen. So sagte Til Schweiger beispielsweise über Katja Kesslers Buch: „Hier hältst du den Beweis in Händen: Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau funktioniert nur, wenn der Mann sich unterordnet!" Über sich selbst sagt Katja Kessler heute: „Was ich NICHT bin oder habe: Nein, ich bin nicht in der Bronx aufgewachsen. Ich tanzte in meiner Jugend um keine brennenden Mülltonnen. Ich spielte nie Gitarre an einem Lagerfeuer im Kosovo. Und, sorry! Ich habe auch keinen Mann, der mich schlägt. Ich bin so was von stinklangweilig, mein Verlag hat schon mit mir geschimpft: „Wie sollen wir da Reklame machen?!“ Doch Reklame oder nicht: Das Buch wurde ein Bestseller. Vielleicht lag das an den Dingen, die Katja Kessler tatsächlich ist und die sie so sympathisch machen: „Ja, ich habe vier Kinder, ich bin 41. Werden Sie gefragt, tun Sie aber bitte so, als ob Sie das nicht wüssten. Ich lebe als Hausfrau in der Berliner Vorstadt.“

Zwischen 2012 und 2013 verbrachte Katja Kessler mit ihrer Familie ein Jahr in den USA, zur gleichen Zeit, in der auch Christoph Keese dort war, der darüber sein Buch "Silicon Valley" verfasste. Kai Diekmann hatte die Gelegenheit erhalten, ein Jahr im Silicon Valley nach „Wegen zu suchen, wie es für die Bild-Zeitung und den ganzen Springer-Konzern weitergeht vom Bedrucken toter Bäume hinaus in eine digitale Welt“ (Süddeutsche Zeitung). Da sich Katja Kessler, die ihre Ehe in dem später erschienenen Buch „Silicon Wahnsinn“ als „sehr moderne, sehr glückliche, sehr verliebte, sehr leidenschaftliche Ein-Personen-Ehe, in der ich mit mir selber verheiratet bin und mein Mann mich ab und an besuchen kommt“ beschreibt, sich nicht vorstellen konnte, wie es wäre, wenn „Schatzi“, wie sie Kai Diekmann in ihren Büchern nennt, „nicht nur weg wäre, sondern ‚wegweg‘“, packte sie die vier Kinder und sieben Koffer und ging mit ihm nach Kalifornien. Ihr Jahr unter der kalifornischen Sonne, das sie sich als ewigen Urlaub vorgestellt hatte, beschreibt sie ausführlich, frech und voller Humor in gewohnter Art und Weise in ihrem Buch „Silicon Wahnsinn: Wie ich mal mit Schatzi nach Kalifornien auswanderte“, das im August 2014 erschienen ist. Inzwischen leben Katja Kessler und Kai Diekmann aber wieder in Potsdam und wir dürfen gespannt sein, woran Kessler als nächstes arbeiten wird.

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