Harald-Alexander Korp

Für die meisten Menschen sind die Themen Krankheit, Tod und Sterben durchweg negativ behaftet und müssen stets mit einem angemessenen Ernst besprochen werden. Nicht so bei Harald-Alexander Korp (Jahrgang 1961). Er vertritt die Meinung, dass Lachen entspannend wirkt und dabei hilft, Sprachlosigkeit zu durchbrechen und Erleichterung zu schaffen. In seinem Buch "Am Ende ist nicht Schluss mit lustig" schildert der Autor, wie der Humor ein verlässlicher Begleiter beim Sterben sein kann und Betroffene unterstützt, den Tod besser zu bewältigen. Menschen, die im Sterben liegen, ihre Angehörigen und vor allem Pflegende erfahren, wie der Humor die Angst nimmt. Seiner Ansicht nach ermöglicht es der Humor sogar, eine Distanz zur eigenen Überforderung oder zum eigenen Leid herzustellen. Alle Beteiligten erhalten durch den Humor eine Portion Stärke mit auf den Weg. Der Autor beschreibt in seinem Buch viele Beispiele aus seiner Praxis als Sterbebegleiter. Das Werk ermutigt und begegnet behutsam allen Unsicherheiten auf der Reise in Jenseits. Mit zahlreichen Karikaturen, Erlebnisberichten und vielen praktischen Übungen gibt Harald-Alexander Korp Hilfestellungen für die schwersten und letzten Stunden im Leben.

Doch was autorisiert den Schriftsteller eigentlich dazu, dem Tod und seinem Leiden mit einem Schmunzeln zu begegnen? Woher nimmt er die Kraft? Lachen im Zusammenhang mit Religion und Glauben beschäftigt Harald-Alexander Korp schon eine ganze Weile. Der Mann weiß also, wovon er spricht. Er studierte Religionswissenschaft, Philosophie und Physik. Das heißt natürlich nicht automatisch, dass er dadurch einen besonderen Bezug zu dem Jenseits hat, aber seinen Publikationen liegt dadurch ein theoretisches Wissen zugrunde. Die renommierten Universitäten München und Göttingen zählten den Humor-Experten bereits zu ihren Dozenten für den Fachbereich Religionswissenschaft. Zuhörer fand er bislang nicht nur in den Hörsälen der Republik, sondern auch im Publikum seiner zahlreichen Vorträgen und Seminaren zum Thema Lachen und Humor. Ihn beschäftgten immer wieder Fragestellungen wie "Lacht Buddha?", "Lacht Jesus?" oder "Lacht Mohamed?". Die Weltreligionen nimmt er unter diesem Aspekt genau unter die Lupe. Harald-Alexander Korp ist aber nicht nur ein Religionsexperte, sondern auch ein versierter Fachmann in Sachen Humor. Er hat sogar eine Weiterbildung zum Lach-Yoga-Trainer absolviert. Sein Buch "Macht Lachen schön?: 223 Fragen (und Antworten) rund um Humor, Witz und Lachen" (2014) beleuchtet die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Lachforschung, der Gelotologie. In Hospizen und Altenheimen macht er Halt, um zum Lachen zu animieren und Mut zu machen. Der Tausendsassa kann aber nicht nur reden und schreiben, er hat bereits die Regie bei einigen Kurzfilmen und Imagevideos übernommen. Texte für das Theater gehören ebenfalls zu seinem umfangreichen Repertoire. Bei einigen Inszenierungen trat Harald-Alexander Korp sogar selbst auf die Bühne. Kleinkunst liegt dem Lachforscher eben auch am Herzen. Ein weiterer Auftraggeber des Multitalents ist das renommierte Wissenschaftsmagazin "Psychologie heute". In der Zeitschrift veröffentlicht er bereits seit vielen Jahren Artikel zu verschiedenen Themen.

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