Christian Kracht

Christian Kracht (Jahrgang 1966) ist ein Schweizer Schriftsteller und Journalist, der 2012 mit seinem Roman „Imperium“ für Aufsehen sorgte. Das Buch wurde in der Kritik äußerst widersprüchlich behandelt und im Magazin "Spiegel" sogar als „Türsteher der rechten Gedanken“ bezeichnet. Doch damit reiht sich „Imperium“ in die Liste der Bücher Krachts ein, die alle provozieren und die Grenzen austesten wollen. Christian Kracht besuchte zahlreiche Schulen in aller Welt und kam dann nach Deutschland, um hier in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, der in den 1960er Jahren Generalbevollmächtigter Axel Springers war. Kracht war hier als Journalist für die B.Z. und „Tempo“ tätig und ging in den 1990er Jahren als Indienkorrespondent des Magazins „Spiegel“ nach Neu-Delhi. Anschließend lebte er mehrere Jahre in Bangkok und bereiste die Länder Asiens. Seit 2008 lebt Christian Kracht als freier Schriftsteller in Buenos Aires. Seinen ersten Roman veröffentlichte Christian Kracht 1995 unter dem Titel „Faserland“. Er wurde von der Kritik als „als richtungsweisendes Werk einer Welle deutschsprachiger Popliteratur“ bezeichnet und in eine Tradition mit dem deutschen Bildungsroman gestellt. Auch sein Roman „1979“, der 2001 erschien, wurde in die Sparte der Popliteratur eingegliedert, obwohl Kracht selbst sagte: „Ich hab keine Ahnung, was das sein soll: Popliteratur“ (1999). Er selbst begreift seine Werke vor allem humoristisch, wie er 2006 in einem Interview mit „Facts“ bekannte. Sein Roman „Imperium“ machte Christian Kracht dann endgültig zu einer der umstrittensten Figuren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. So schrieb Georg Diez im Spiegel über ihn, der Roman sei „durchdrungen von einer rassistischen Weltsicht“. An Krachts Beispiel „könne man sehen, wie antimodernes, demokratiefeindliches, totalitäres Denken seinen Weg findet hinein in den Mainstream.“ Andere Kritiker widersprechen und legen jene Textstellen, die Diez als Beweis dienen, als Hinweise auf Krachts Humor aus. Die Diskussion über Christian Kracht und seinen Roman „Imperium“ ist noch lange nicht beendet und wird wohl auch weiterhin die Gemüter bewegen.

2014 veröffentlichte Christian Kracht seine Reiseberichte unter dem Titel "Der gelbe Bleistift: Reisegeschichten aus Asien".


Und 2016 kommt Kracht mit dem Roman "Die Toten" daher, in dem er Geschichte und Fiktion wunderbar vereint.

DuMont Reiseverlag, Reiseführer, DuMont Reise, Kunst-Reiseführer