Jon Krakauer

Jon Krakauer (Jahrgang 1954) ist ein US-amerikanischer Bergsteiger, Journalist und Buchautor, der schlagartig weltweit berühmt wurde, als er ein Drama am Mount Everest mit vielen Toten überlebte und darüber in seinem Buch „In eisigen Höhen“ berichtete, das zum Bestseller wurde. Zuvor hatte er sich bereits mit dem Buch „In die Wildnis: Allein nach Alaska“ einen Namen gemacht. Jon Krakauer wuchs in Oregon auf und bestieg im Alter von acht Jahren zum ersten Mal mit seinem Vater einen Berg. Das Bergsteigen sollte zu einer lebenslangen Leidenschaft für den Jungen werden, die ihn schließlich sogar auf den Gipfel des höchsten Berges der Erde, den Mount Everest, führen sollte. Krakauer studierte am Hampshire College in Massachusetts Environmental Studies. Auch während dieser Zeit blieb er seinem Hobby treu. Ein Jahr nach seinem Abschluss zog es ihn dann in die Wildnis: Drei Wochen verbrachte Jon Krakauer ganz allein in Alaska und kletterte auf einer bislang unbegangenen Route auf den berüchtigten Devils Thumb, einen knapp 3.000 Meter hohen, bizarr hervorragenden Gipfel. In seinen Büchern „In die Wildnis“ und „Auf den Gipfeln der Welt: Die Eiger-Nordwand und andere Träume“ beschrieb er dieses Erlebnis später. 1992 waren die Anden das Ziel von Jon Krakauer, wo er den Cerro Torre in Angriff nahm, einen Gipfel, der als einer der schwersten zu ersteigenden in der Welt gilt. 1996 war Jon Krakauer an einer Expedition auf den Mount Everest beteiligt. Sie sollte als das Mount Everest-Desaster in die Geschichte eingehen. Auf dem Abstieg geriet die Gruppe in einen Sturm, bei dem vier seiner Begleiter ihr Leben verloren. Krakauer war einer von zwei Überlebenden. In seinem Buch „In eisigen Höhen“ beschreibt er dieses Erlebnis so packend und authentisch, dass es den Leser vor Kälte und Angst schüttelt. Inzwischen wurde das Buch auch verfilmt. Die Klettersaison von 1996 ging übrigens auch als Ganzes in die Geschichte ein: Es war mit 15 Opfern das tödlichste Jahr in der Geschichte der Everest-Besteigungen. Abgesehen von seinen Nonfiction-Büchern, die regelmäßig die Bestseller-Listen stürmten, machte sich Jon Krakauer vor allem als Journalist für das Magazin „Outside“ einen Namen. Auch „In eisigen Höhen“ war zunächst nur als Feature für das Magazin gedacht. Krakauer spürte jedoch, dass solch ein Artikel allein der Geschichte nicht Rechnung tragen würde und weitete sie auf ein Buch aus. In seinem dritten Buch „Mord im Auftrag Gottes“ setzte sich Jon Krakauer mit religiösem Fundamentalismus auseinander. Auch dieses Buch wurde ein Bestseller. 2008 verbrachte er fünf Monate mit den amerikanischen Streitkräften in Afghanistan und Pakistan und recherchierte hier für sein Buch „Auf den Feldern der Ehre: Die Tragödien des Soldaten Pat Tillman“. Outdoor-Themen rückten so immer stärker in den Hintergrund, während Jon Krakauer sich stärker auf gesellschaftskritische Themen konzentrierte. 2011 erschien in Amerika ein weiteres Buch, das in Deutschland bislang noch nicht erhältlich ist: „Three Cups of Deceit: How Greg Mortenson, Humanitairan Hero, Lost His Way“. Doch nicht nur in Worten engagiert sich Jon Krakauer: Die Einnahmen seiner letzten Bücher gingen vollständig an das Stop Girl Trafficking-Programm der American Himalayan Foundation, die gegen Menschen- und Mädchenhandel kämpft.

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