Günther Lachmann

Günther Lachmann schreibt gesellschaftskritische Bücher, die sich lohnen. (c) Reto KlarGünther Lachmann (Jahrgang 1961) beschäftigt sich in seinen Büchern, Artikeln und Projekten intensiv mit den aktuellen Brennpunktfragen unserer Gesellschaft. Ob Finanzkrise, Krise der Demokratie, Integration und Islamismus und Islamfeindlichkeit – Günther Lachmann setzt sich mit den Themen auseinander, vor denen andere zurückscheuen. Als Chefreporter bei Welt Online ist Günther Lachmann immer nah am Geschehen. Das zeigt sich auch in seinen Buchveröffentlichungen: Nach „Tödliche Toleranz - Die Muslime und unsere offene Gesellschaft“, in dem er eine „kritische Toleranz“ gegenüber dem Islam forderte und das sehr kontrovers diskutiert wurde, erschien im Wahljahr 2013 das Buch „Das erste Leben der Angela M.“, das Lachmann gemeinsam mit dem Historiker Ralf Georg Reuth geschrieben hat. Lachmann und Reuth arbeiten gemeinsam für die WELT und werteten für ihre Biographie der Bundeskanzlerin viele bislang ungenutzte Dokumente aus und sprachen mit Zeitzeugen über das DDR-Vorleben der Kanzlerin. Das Buch wurde vielfach diskutiert – vor allem unter dem Gesichtspunkt, wie nah Merkel dem SED-Regime wirklich stand. Die Autoren fühlten sich darin missverstanden: Ihnen sei es nicht darum gegangen, eine bislang unbekannte Nähe der Kanzlerin zum SED-Staat aufzudecken, sondern sie in ihre Zeit einzuordnen.

Kritik ist aber für Günther Lachmann nichts Neues. Für sein Buch „Tödliche Toleranz“ musste er sich von einer Polemik im Deutschlandfunk anhören, es belege „vor allem die bedenkliche Geistesverfassung der bürgerlichen Mitte in Europa, die so weit entfernt vom rechten Rand nicht ist, von dem sie sich so gerne distanziert“ (Walter von Rossum, Deutschlandfunk). Unabhängig davon beschäftigte sich Günther Lachmann, der Volkswirtschaftslehre studiert hat, mit aktuellen Krisen der Demokratie und des Finanzsystems und schuf hierfür die Internetplattform Geolitico, die sich mit den angenommenen „gesellschaftlichen und kulturellen Folgen einer Finanzmarkt dominierten globalisierten Weltwirtschaft“ beschäftigt. Das Thema gesellschaftlicher Verfall beschäftigte Günther Lachmann auch in seinem Buch „Verfallssymptome: Wenn eine Gesellschaft ihren inneren Kompass verliert“, das 2014 erschienen ist und die heutigen Probleme – die sich weitende Schere zwischen Arm und Reich, die Unsicherheit von Arbeitsplätzen und Spareinlagen und den erschwerten Zugang zu Bildung für ärmere Familien – auf jenen Moment zurückführt, in dem der Gesellschaftsvertrag zwischen Demokratie und Kapitalismus, geschlossen nach dem Zweiten Weltkrieg, gebrochen wurde. In jenem Moment gingen Werte und Tugenden verloren, denen es zu verdanken ist, das aus dem geteilten, vom Krieg zerstörten Land, das am Boden lag, jenes Land werden konnte, das mit der geringsten Arbeitslosigkeit, der besten sozialen Absicherung und dem größten politischen Einfluss in Europa aufwarten konnte. Aber zu wessen Lasten? Genau das analysiert Günther Lachmann in seinem Buch „Verfallssymptome“.

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