Tim Leberecht

Tim Leberecht sieht neue Wege für die Wirtschaft. © Darius RamazaniTim Leberecht gilt als einer der scharfsinnigsten Business-Vordenker unserer Zeit. Regelmäßig erscheinen seine Texte zu aktuellen wirtschaftlichen Themen, aber auch zu Trends und Perspektiven, im Harvard Business Review, in der Süddeutschen Zeitung, in Fast Company, Forbes, Fortune und Wired. Leberecht ist außerdem ein gefragter Redner auf Konferenzen wie DLD, TED, Next, The Economist Big Rethink und re:publica. Er weiß, wovon er spricht: Seit mehr als 12 Jahren lebt er in den USA, überwiegend im Software-Mekka San Francisco. In dieser Zeit beriet er Fortune-500-Firmen wie Samsung, Disney oder General Electric. Derzeit ist er Marketingchef von NBBJ, einer weltweit agierenden Design- und Architekturfirma. Zuvor war Leberecht bei Frog Design tätig, einem Unternehmen für Produktdesign und Strategieberatung. In beiden Positionen erfuhr er am eigenen Leib, wie das „Effizienzdogma“ (Handelsblatt) den Geschäftsalltag bestimmt, während gleichzeitig die Fähigkeit zu Innovationen schwand. Doch genau dem hat Tim Leberecht nun den Kampf angesagt.

Mit seinem Buch „Business Romantiker“ zeigt der Gründer der Business Romantic Society, wie ein grundlegender Wertewandel in der Wirtschaft  dafür sorgen kann, dass jeder Einzelne von uns mehr Sinn aus seiner täglichen Arbeit zieht, und Innovationen und neue Wege möglich werden. Dafür erweitert Tim Leberecht das Arbeitsleben um romantische Komponenten, wie Intimität, Geheimnisse, Verletzlichkeit, Überraschungen und Hingabe anstelle von einfachem „gut finden“. Für ihn ist das ein logischer Schritt: „Mehr Romantik würde unserer Wirtschaft gut tun, davon bin ich überzeugt. Die Ideen der Romantik – große Gefühle, Geheimnisse, tiefere Bedeutung – in die heutige Geschäftswelt zu übertragen, so lautet das Gebot der Stunde. In einer Zeit der „Entzauberung“ unserer Welt durch die Datafizierung und Quantifizierung aller Lebensbereiche brauchen wir mehr denn je „Business-Romantiker“ als Rebellen und Humanisten“, schreibt Tim Leberecht in „Capital“. Er glaubt: „Romantiker sind Narren, Abenteurer, die die Welt so sehen, wie sie nicht ist. Deshalb sind sie so erfolgreich.“ (Handelsblatt)

Der Weg dahin ist überraschend einfach. In seinen neun Regeln geht es vor allem darum, „die Routine aufzubrechen und Vertrautes wieder fremd zu machen, durch kleine ‘Hacks’ des Arbeitsalltages, kleine Störmanöver und bewusste Umwege und Überraschungen, die uns etwas testen und unser Herz schneller schlagen lassen“ (Handelsblatt). Die Idee der „Wiederverzauberung der Wirtschaft“ als Gegenbewegung zum „inneren Exil am Arbeitsplatz“ kommt an: „Business Romantiker – Von der Sehnsucht nach einem anderen Wirtschaftsleben“ wurde in Deutschland und in den USA ein Bestseller. Ein weiterer Beweis dafür, wie dringend dieser Wertewandel benötigt wird. Studien zeigen nämlich, dass sich nur 13 Prozent der Menschen überhaupt noch aus vollem Herzen für ihren Job engagieren. Ein Problem für die Volkswirtschaften, denn unmotivierte Mitarbeiter schaffen weniger oder kündigen, was wiederum hohe Kosten für die Neueinstellung zur Folge hat. Man kann also nur hoffen, dass das Konzept von Tim Leberecht aufgeht und möglichst viele Menschen erreicht.

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