Johann Legner

Johann Legner war jahrelang ein enger Vertrauter von Joachim Gauck. © C. BertelsmannJohann Legner (Jahrgang 1954), Politikjournalist, kennt beide Seiten der Medaille: Er studierte Politik und Volkswirtschaft und arbeitete anschließend zunächst als Journalist bei der taz, um danach in die aktive Politik zu wechseln und für die FDP-Politikerin Cornelia Schmalz-Jacobsen zu arbeiten. Nach vier Jahren wandte er sich erneut dem Journalismus zu, arbeitete für die ARD und den Nachrichtensender n-tv, um dann, 1996, Pressesprecher von Joachim Gauck zu werden. Vier Jahre lang zählte Johann Legner zu den engsten Vertrauten Gaucks und beobachtete, wie aus dem Pastor schließlich ein Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten wurde. Zunächst aus der Nähe, dann aus der Distanz.

Beide Perspektiven halfen Legner dabei, eine fein austarierte Biographie über Joachim Gauck zu schreiben, die pünktlich zur Halbzeit Gaucks im Amt erschien und sein Leben in Zeiten geschichtlicher Umbrüche nachzeichnet. Johann Legner ist davon überzeugt, dass der Pastor nicht zufällig ins Amt kam, sondern dass es nur jemandem mit seinem Charisma gelingen konnte, zum „Botschafter des Gemeinsamen“ in der zerbröselnden Parteienpolitik zu werden, und einem beschädigten Amt zu neuem Respekt zu verhelfen. „Joachim Gauck: Träume vom Paradies“ (2014) ist das erste Buch von Johann Legner, der inzwischen wieder als Journalist und Autor tätig ist. So ging Legner 2012 als Korrespondent der Nachrichtenagentur dapd nach Washington und leitet seit seiner Rückkehr als stellvertretender Chefredakteur die Geschicke der Lausitzer Rundschau mit.

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