Eckart Lohse

Eckart Lohse schreibt Biografien über hochrangige Politiker. Copyright Christian ThielWenn es um Politiker-Biografien geht, dürfen seit einigen Jahren zwei Namen nicht fehlen: Eckart Lohse und Markus Wehner. Gemeinsam haben die FAZ-Redakteure 2011 ihre viel diskutierte Guttenberg-Biografie veröffentlicht. 2012 folgte – pünktlich zum Wahlkampf zur Bundestagswahl 2013 – die Biografie „Steinbrück“. Eckart Lohse, Korrespondent der FAZ aus Berlin, weiß genau, wovon er spricht und kennt den politischen Betrieb in- und auswendig. Sein Studium der Politikwissenschaften, Neuerer Geschichte und Romanischer Philologie absolvierte Lohse, der eine altsprachlich-humanistische Bildung erhalten hatte, in Bonn. Nach seiner Dissertation über Frankreich und die deutsche Teilung in den 1950er Jahren sollte er all das in seiner Arbeit als Lokalberichterstatter bei verschiedenen Zeitungen zur Anwendung bringen und viel Neues über das Wesen der Politik dazulernen können. Sein Volontariat absolvierte Eckart Lohse schließlich bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der er bis heute treu geblieben ist. Zwischen 1994 und 1996 war er Mitglied der politischen Nachrichtenredaktion und kam dann als Hauptstadtkorrespondent zunächst nach Bonn und dann – nach dem Umzug der Bundesregierung – nach Berlin. Sein Spezialgebiet waren die Grünen, die SPD, die Außen- und die Bildungspolitik. Seit 2003 leitet Eckart Lohse das Hauptstadtbüro der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Als 2011 seine Biografie des damals erst kürzlich zurückgetretenen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg erschien, kommentierte das Deutschlandradio sie als „Fundgrupe für Kritiker“. Sie zeige, „dass es mit der Lichtgestalt Guttenberg dann doch nicht so weit her sei wie viele immer noch hoffen.“ Mehr als zwei Jahre lang haben Eckart Lohse und Markus Wehner Guttenberg dafür begleitet. Als Hauptstadt-Korrespondenten verfügen sie über gute Kenntnisse der politischen Geschehnisse in Berlin und können sich mit Fug und Recht als Insider im politischen Milieu betrachten. Dies kam auch ihrer zweiten Biografie, „Steinbrück: Biografie“, sehr zu Gute, die Ende 2012 erschien, als sich deutlich abzuzeichnen begann, dass Peer Steinbrück bei der Bundestagswahl 2013 für das Amt des Bundeskanzlers kandidieren würde. Das Buch von Eckart Lohse und seinem Kollegen wurde im Vorfeld der Wahl zu einem absoluten Bestseller.

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