Thomas Mann

Thomas Mann (1875 – 1955) zählt zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Schon sein erster Roman, „Buddenbrooks“, wurde ein großer Erfolg und brachte Mann 1929 den Nobelpreis für Literatur ein. Mann entstammt einer bedeutenden Schriftstellerfamilie: Nicht nur sein älterer Bruder Heinrich betätigte sich selbst als Autor, sondern auch drei seiner sechs Kinder (Erika, Klaus und Golo). Schon früh begann der Sohn des Lübecker Kaufmanns Thomas Johann Heinrich Mann mit dem Schreiben. Sein Schriftstellerdebüt gab er 1894 mit der Novelle „Gefallen“. Nach dem Erfolg des Textes wandte er sich dem Journalismus zu, veröffentlichte u.a. Beiträge in der nationalkonservativen Monatsschrift „Das Zwanzigste Jahrhundert“, die sein Bruder Heinrich zeitweilig mit herausgab. 1896 gingen die beiden Brüder nach Italien. Dort entstanden zahlreiche Novellen und Romane Thomas Manns. 1913 begann Thomas Mann, inspiriert vom Sanatoriumsaufenthalt seiner Frau im schweizerischen Davos, mit dem als Novelle geplanten Text „Der Zauberberg“. Die Arbeiten wurden durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen, waren aber bei der Erstveröffentlichung 1924 auf einen zweibändigen Roman angewachsen. Was Mann als „ausgedehnte Short Story“ bezeichnete, gilt heute als einer der meist gelesenen deutschen Romane überhaupt. Ende der 30er Jahre emigrierte die Familie Mann in die USA. In Princeton übernahm Mann eine Gastprofessur an der dortigen Universität. Erst Mitte der 50er Jahre kehrte er nach Deutschland zurück, wo er im August 1955 in Folge einer Beinvenenthrombose verstarb.

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