Sonia Mikich

Sonia Mikich hat sich als Journalistin einen Namen gemacht.Wer die Nachrichten und die Auslandsberichterstattungen der ARD verfolgt, dem dürfte der Name Sonia Mikich nicht unbekannt sein: Seit 1992 war sie für den WDR Auslandskorrespondentin aus den Kriegs- und Konfliktgebieten, berichtete unter anderem aus Moskau, dem Kosovo und Frankreich. Ihr besonderes Engagement und Interesse gilt gesellschaftspolitischen Stoffen, wie Gerechtigkeit, Demokratie, Wachstum und Anti-Amerikanismus und scheut dabei auch vor brisanten Themen nicht zurück. Dafür wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und erhielt unter anderem die „Presse-Ente“ für hervorragende journalistische Arbeit und den Preis für die Politik-Journalistin des Jahres 2012 der Branchenzeitschrift "medium magazin". Ihre Kindheit und Jugend verbrachte Sonia Mikich in Oxford und London. Nach einem Volontariat bei der Aachener Volkszeitung studierte sie Politologie, Soziologie und Philosophie an der RWTH Aachen und wurde anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arnold-Gehlen-Forschungsgruppe am Institut für Soziologie der Hochschule. Schon zu diesem Zeitpunkt arbeitete sie als freie Journalistin für Zeitschriften, Tageszeitungen und Aufsatzsammlungen. Wiederum über ein Volontariat kam sie 1982 zum WDR und damit in die ARD, der sie bis heute treu geblieben ist. 1996 übernahm sie – nach vier Jahren Auslandserfahrung in Russland – das ARD-Studio in Moskau, als erste Frau, die diese Position innehatte. 1998 wechselte sie nach Paris und in die Leitung des dortigen ARD-Studios. Bekannt wurde sie in dieser Zeit vor allem mit der Berichterstattung zum Kosovo-Krieg und mit den Berichten aus den Regionen Frankreichs. Seit 2002 hatte Sonia Mikich die Reaktionsleitung des Fernsehmagazins „MONITOR“ inne. Die Sendung befasst sich mit aktuellen politischen Themen, vor allem mit der deutschen Innenpolitik. 2012 gab sie die Leitung an Georg Restle ab. Als Leiterin der Programmgruppe Inland des WDR zeichnet sie aber noch immer für die Sendungen die "story", "Menschen hautnah" sowie Dokumentationen für Das Erste verantwortlich. Sonia Mikich ist außerdem immer wieder als Kommentatorin in den ARD-Tagesthemen zu Gast. Zuletzt war es das deutsche Gesundheitssystem, das sie beschäftigte. In „Enteignet“ rechnet Mikich mit einem Gesundheitssystem ab, das ihrer Meinung nach alle humanen Maßstäbe verloren hat. Erschütternd schildert sie darin, wie in Deutschland immer öfter voreilig oder unnötig operiert wird – nur um des Profites wegen. „Das Krankenhaus, das nach ihrer Meinung ein Ort "elementaren Menschseins" sein sollte, an dem geboren, geheilt, gelitten und gestorben werde, sei zu einer Workflow-optimierten, industriellen Produktionsstätte mutiert. In der schönen neuen Klinikwelt, die sie schildert, scheint die Sprache keimfreier zu sein als die Waschbecken. Zu viele "Kunden" würden dort ihrer Lebens-, ja auch Sterbenschancen beraubt“ (Quelle: zeit.de). Sonia Mikich ist empört über diese Zustände und ruft in ihrem Buch „Enteignet: Warum uns der Medizinbetrieb krank macht“ die Menschen dazu auf, sich nicht länger vom Medizinbetrieb krankmachen zu lassen. Schonungslos legt die streitbare Journalistin hier Wahrheiten offen, die viele wohl lieber unter den Teppich gekehrt hätten.

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