Ali Mitgutsch

Ali Mitgutsch (Jahrgang 1935) ist ein deutscher Grafiker, Bilderbuchautor, Illustrator und Schriftsteller, der vielen vor allem als Autor der Wimmelbücher bekannt ist. Mitgutsch, der eigentlich Alfons Mitgutsch heißt, aber vom vielen Spielen im Freien immer braungebrannt und schmutzig war, und deshalb Ali genannt wurde, ließ sich zum Lithografen ausbilden, bevor er an der grafischen Akademie München ein Studium aufnahm. Schon als Kind hatte er eine rege Phantasie und da seine Eltern in der Nachkriegszeit häufig umzogen, erfand er einfach Freunde für sich. Zu den Wimmelbüchern, für die Ali Mitgutsch später berühmt werden sollte, inspirierten ihn die Wallfahrten, die seine Mutter regelmäßig mit ihm und seinen Geschwistern übernahmen. Am Ende jeder Wallfahrt gab es einen Schaukasten, in dem religiöse Szenen dargestellt wurden. Hier begeisterten ihn die Detailtreue und der Facettenreichtum der Darstellungen. Auch als Erwachsener sollte Ali Mitgutsch viel reisen. Unterwegs ließ er sich zu neuen Bildern und Geschichten inspirieren. Neben seinen Wimmelbüchern schrieb Ali Mitgutsch u.a. auch die Kinderbücher „Pepes Hut“, „Ulus abenteuerliche Reise zum Nordlicht“ und „Nico findet einen Schatz“. Für alle drei wurde er für den Deutschen Jugendbuchpreis nominiert. Es folgten fast 70 weitere Bücher und 40 Schulbücher, die in 19 Sprachen übersetzt und über 8 Millionen Mal verkauft wurden. Doch keines der anderen Bücher konnte an den Erfolg der Wimmelbücher anknüpfen. Mitgutsch selbst nennt sie übrigens nicht Wimmelbilder sondern „sich selbst erzählende Bilderbücher“. Bis heute gilt Ali Mitgutsch als einer der Väter dieses Kinderbuchgenres. 2003 wurde er mit dem Schwabinger Kunstpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. 2011 erschienen seine vier schönsten Wimmelbücher in einer tollen Geschenkbox: „Meine liebsten Wimmelbücher“.

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