Dirk Müller

Dirk Müller (Jahrgang 1968) ist ein deutscher Börsenmakler, Bankkaufmann und Buchautor, der in den Medien als „das Gesicht der Börse“ gehandelt wird. Auch die Spitznamen „Mister DAX“ und „Mister of the DAX“ fallen häufig, wenn international von ihm die Rede ist. Nach seinem Schulabschluss absolvierte Dirk Müller eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Deutschen Bank in Mannheim. 1992 begann er, mit Anleihen an der Frankfurter Börse zu handeln und machte sich hier schnell einen Namen. Sechs Jahre später kam Dirk Müller zur ICF AG und stellte Aktienkurse auf dem Frankfurter Parkett. Ein Wechsel zur Wertpapierhandelsbank mwb fairtrade AG 2008 ermöglichte es ihm dann, parallel zu seinem Tagesgeschäft auch freiberuflich zu arbeiten und so ist Dirk Müller heute Geschäftsführer der Gesellschaft Finanzethos GmbH und betreibt dort die Website cashkurs.com, auf der er über aktuelle Finanzthemen informiert, tagesaktuelle Zahlen liefert und wichtige Tipps und Tricks rund um die Themen Wertpapierhandel und Aktien bereitstellt. Dirk Müller hat sich einen Namen als Finanzexperte gemacht, wurde von den Medien spätestens seit dem Rücktritt Oskar Lafontaines 1999 immer wieder fotografiert, um der anonymen Börse ein Gesicht zu geben. Er ist außerdem häufig im Fernsehen zu sehen, wo er Interviews und Kommentare zum Marktgeschehen gibt und sich an Talkrunden zu Finanzthemen beteiligt. 2009 veröffentlichte Dirk Müller sein erstes Buch: „Crashkurs. Weltwirtschaftskrise oder Jahrhundertchance?“. 2011 dann folgte das zweite Buch: „Cashkurs: So machen Sie das Beste aus Ihrem Geld“. Darin erklärt Müller auch für Laien verständlich die Grundprinzipien des Finanzmarkts und gibt viele Tipps zum erfolgreichen Sparen. 2013 stellte Dirk Müller sein Buch „Showdown“ vor. Der Untertitel, „Der Kampf um Europa und unser Geld“, verrät es schon: Es geht um einen europäisch-amerikanischen Wirtschaftskrieg. Seine sachkundige Analyse der globalen wirtschaftlichen Situation offenbart, dass es Länder und Menschen gibt, die am Zusammenbruch des Euro großes Interesse haben, weil sie daran verdienen. Was wir dagegen tun können – bzw. was die Politik nun tun muss – um zu verhindern, dass die Weltwirtschaft endgültig zusammenbricht, verrät Dirk Müller in seinem Buch ebenfalls. Bei der Präsentation des Buches in Frankfurt erklärte er jedoch, dass die Zeit dafür knapp sei: „Wir haben 12 oder 18 Monate Zeit, das Ding durchzusetzen. Dann ist der Spuk vorbei“ (Quelle: Spiegel Online). Bücher, wie dieses, gibt es bereits zu Hunderten auf dem Markt. Jeder Experte oder Möchtegern-Experte schreibt über die Finanzkrise und gibt Ratschläge, mit denen der Leser die Krise und den möglichen Zusammenbruch überstehen kann. Die meisten von ihnen kann man getrost links liegen lassen. Doch bei Dirk Müller ist das anders. Als angesehener Experte findet er Gehör und ist immer der Erste, den die Medien befragen, wenn es etwas zur Eurokrise zu sagen gibt. Spiegel Online ist da skeptisch. Müller sei ein Produkt der Medien, kommentiert Stefan Kaiser die Buchpräsentation im April 2013. „Anlegermagazine wie "Focus Money" lieben die deftigen Worte des Crash-Propheten. Richtig bekannt und salonfähig gemacht haben Müller aber die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender. Sie stören sich offenbar nicht an den steilen Thesen, die der Mann in seinen Büchern und auf Podien verbreitet.“ Besonders schlimm sei, dass Müller aus „fast jedem Konjunktiv eine Tatsachenbehauptung“ mache. Dass sich das Buch dennoch super verkauft, daran kann diese Kritik nichts ändern. Ganz falsch kann das, was er schreibt, also nicht sein. Und zum Verständnis der globalen Wirtschaftssituation trägt Dirk Müller allemal bei.

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