Herta Müller

Herta Müller (Jahrgang 1953) ist eine deutsche Schriftstellerin, die für ihre Arbeiten 2009 mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt worden ist. Müller wuchs im rumänischen Banat als Teil der deutschen Minderheit auf. Sie erlebte, wie ihr Vater, ein wohlhabender Bauer und Kaufmann unter dem kommunistischen Regime enteignet und die Mutter zu jahrelanger Zwangsarbeit in die UdSSR deportiert wurde. Diese Erlebnisse sollten ihr Leben und ihre Werke nachhaltig prägen. Ab 1973 studierte sie in Temeswar Germanistik und Rumänistik. Anschließend arbeitete sie als Übersetzerin in einer Maschinenfabrik, später als Lehrerin an deutschsprachigen Schulen.

Mit dem Schreiben begann Herta Müller, als Gespräche über die Lage im totalitären System des rumänischen Staatschefs Nicolae Ceaucescu zu gefährlich wurden. Die Texte dienten ihr dazu, auszudrücken, wie Diktaturen Menschen ihrer Würde beraubten, sagte sie bei der Nobelpreisverleihung 2009. Ab 1987 arbeitete sie als Writer in Residence an verschiedenen Universitäten im In- und Ausland und wurde schließlich nach Kassel berufen. Von dort wechselte sie 2005 an die Freie Universität von Berlin, wo sie bis heute lebt. Für ihre zahlreichen Werke wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Literaturnobelpreis 2009. Im selben Jahr erschien auch ihr viel gelobtes Werk „Atemschaukel“, ein Roman über die Deportation eines jungen Mannes in ein sowjet-ukrainisches Arbeitslager.

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