Guillaume Musso

Guillaume Musso hat eine ganz eigene Art, das Herz seiner Leser zu erreichen. © Emmanuele ScorcellettiGuillaume Musso (Jahrgang 1974) ist ein französischer Schriftsteller, der mit Liebesromanen der besonderen Art auf sich aufmerksam gemacht hat. Musso stammt aus Antibes und studierte in Nizza und Montpellier Wirtschaftswissenschaften. Schon als Schüler hat er gern geschrieben und im Alter von 15 Jahren sogar einen Kurzgeschichten-Wettbewerb gewonnen. Das Schreiben wurde ihm fortan zum Lebenstraum, mit dem er sein Geld zu verdienen gedachte. Um jedoch die Bodenständigkeit und den Bezug zum „echten Leben“ nicht zu verlieren, arbeitete Guillaume Musso bis 2008 neben seiner Tätigkeit als Autor auch als Lehrer.

Der Durchbruch gelang Musso mit dem Roman „Ein Engel im Winter“, zu dem er inspiriert wurde, als er einen schweren Autounfall überlebte. Schon hier zeichnete sich ab, dass die Liebesromane von Guillaume Musso keine gewöhnlichen Romane waren. Bestimmung und Schicksal spielen eine wichtige Rolle in seinen Werken. Der Roman wurde ein großer Erfolg und führte wochenlang die Bestsellerlisten in Frankreich an. 2010 wurde er sogar mit John Malkovich in der Hauptrolle verfilmt. Regie führten Gilles Bourdos, der als Regisseur des „stilisierten Thrillers mit Biss“ (Toronto International Film Festival) gilt, und Michel Spinosa. Der Mysterythriller, der hin und wieder deutlich an „Die Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens erinnert, wurde unter anderem vom Toronto International Film Festival hoch gelobt. Der „metaphysische“ Thriller sei „stimmungsvoll“ und profitiere von der auf gesättigte Farben setzenden Kameraarbeit sowie von der Musik, hieß es in der Begründung.

Es folgten weitere Erfolgsromane wie "Eine himmlische Begegnung", „Wirst du da sein?“, "Weil ich dich liebe" und "Lass mich niemals gehen", die schon im Titel entfernt an die Romane von Cecelia Ahern erinnern. Inzwischen erfreut sich Guillaume Musso einer großen internationalen Fangemeinde und wird nach Marc Levy als der meist verkaufte französische Autor gehandelt. Sein 2012 erschienener Roman „Nachricht von dir“ gilt als sein bislang bestes Werk, weil es gekonnt den Liebesroman mit dem Krimi verbindet und dabei tiefgründig auf die Bedeutung des Internets in unserem modernen Leben eingeht. Aber auch hier ist wieder die Rede von Schicksal und Bestimmung, als Madeline und Jonathan am Flughafen in New York ihre Smartphones vertauschen und daraufhin erkennen müssen, dass ihre Leben schon lange auf unheilvolle Weise miteinander verknüpft waren. 2013 zeigte Guillaume Musso mit „Sieben Jahre später“, dass er auch anders kann. Seine Fan-Gemeinde hat das nicht immer glücklich aufgenommen.

Die Reaktionen auf das Buch, dass sich trotz allem schnell zum Bestseller entwickelte, reichten von „Enttäuscht – das ist kein typischer Musso!“ bis hin zu „Toll, wie Musso die spannenden Thriller-Elemente eingebaut hat!“ Guillaume Musso weicht hier von seinen klassischen Motiven ab und traut sich, zu polarisieren. In „Sieben Jahre später“ lässt er ehemalige Liebende aufeinander treffen, die sich seit ihrer Scheidung vor sieben Jahre nicht mehr gesehen haben. Ihr gemeinsamer Sohn ist verschwunden. Doch die Suche nach ihm wird auch zu einem Stochern in der Vergangenheit und dabei kommen einige unschöne Geheimnisse zum Vorschein. Natürlich gibt es auch hier wieder romantische Momente, ohne die ein Roman von Guillaume Musso niemals auskäme. Doch die Spannung verschlägt dem Leser schon das eine oder andere Mal den Atem. 2014 folgte der Bestseller "Vielleicht morgen" von Guillaume Musso.

Auch ein Jahr später ließ er sich nicht lumpen und veröffentlichte mit „Nacht im Central Park“ einen romantischen Spannungsroman. Pünktlich zum Sommerurlaub lieferte er damit all jenen Lesestoff, die von geheimnisvollen Geschichten und großen Rätseln nicht genug bekommen können. Denn als Alice und Gabriel an jenem schicksalshaften Morgen erwachen, liegen sie aneinander gefesselt im Central Park. Das ist umso beängstigender, als Alice noch am Vorabend in Paris mit Freundinnen feiern war und Gabriel in einem Club in Dublin Klavier spielte. Wie sind sie so schnell nach New York gekommen? Wer hat sie hierher gebracht? Warum sind sie aneinander gefesselt, wo sie sich doch nicht einmal kennen? Und woher kommen die Blutflecken und die fremde Waffe? All das löst Guillaume Musso in „Nacht im Central Park“ auf knapp 400 äußerst spannenden Seiten auf, auf denen er seine Leser immer wieder auf falsche Fährten führt und keine Überraschung auslässt. Ein sehr gelungener Sommerschmöker!

Unsere Buchtipps - Diese Bücher von Guillaume Musso empfehlen wir Ihnen:

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