Oliver Pötzsch
Der Schriftsteller und Filmautor Oliver Pötzsch (Jahrgang 1970) ist ein Nachfahre der Kuisls, einer zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert bekannten Henkerdynastie aus Schongau. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit, für das Freizeit-Magazin des Bayerischen Rundfunks Fernsehreportagen aus aller Welt zu erstellen, widmet er sich privat der Familiengeschichte. Die Ergebnisse seiner Forschungen nutzte er für zwei Historienromane, „Die Henkerstochter (2008) und „Die Henkerstochter und der schwarze Mönch“ (2009), deren Protagonisten seine eigenen Vorfahren sind. Nach eigenen Aussagen nutzt Pötzsch seinen Beruf als Schriftsteller, um „mit ein paar der gängigsten Klischees aufzuräumen und das Familienbild ein wenig aufzupolieren.“ Demnach habe die Scharfrichterei nichts mit dem schwerterschwingenden Henker gemeinsam, wie er einem in gängigen Filmen und Büchern begegne. Pötzsch interessiert sich für die Menschen hinter dem blutigen Handwerk und liefert so eine spannende, neue Perspektive.




